Der Fall: Chaos in Bristol

Was Easyjet-Passagiere in Bristol erlebten, ist an Rücksichtslosigkeit kaum zu überbieten. Ein Protokoll von Betroffenen:

Um 16 Uhr,  zwei Stunden vor dem Start, steht die Berlinerin Helen Adkins am Flughafen. Schon da wird gemeldet, der Flug sei verspätet. Endlich, um 20 Uhr, dürfen die Leute einsteigen. Doch nur, um erneut zu warten. Klara Werkentin, die mit ihren ein und vier Jahre alten Enkeln an Bord ist, geht eine Stunde lang mit ihnen im Gang auf und ab.

Dann meldet sich der Pilot: „Wegen eines Streiks in Frankreich können wir leider noch nicht starten.“ Und um 21 Uhr noch einmal: Eine Startfreigabe gebe es frühestens um 24 Uhr. Dann sei aber die Arbeitszeit der Besatzung überschritten, daher werde der Flug nun gestrichen.

Zurück in der Wartehalle dann die Durchsage, nur wer jetzt schnell sei, könne auf eine Maschine am nächsten Tag umbuchen. Aufregung, Chaos, Verzweiflung – „es war unglaublich“, berichtet Passagier Henning Withöft. Unterdessen wurde das Gepäck in der Halle abgeladen – nass vom Regen. „Waren die Koffer gar nicht erst im Flugzeug, weil Easyjet von Anfang an wusste, dass der Flug nicht starten würde?“,  fragen Reisende. Außer einem Glas Wasser erhielten sie keine Betreuung. Hotels mussten sie sich selber suchen.

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