Flugreisende die im Jahr 2000 nachträglich einen Kerosinzuschlag gezahlt haben, können diesen zurückfordern. Viele Reiseveranstalter haben die Erstattung zugesagt. Dabei ist Eile geboten: Der Anspruch auf Rückzahlung verjährt am 31.12.2004. Musterschreiben für die Rückzahlung gibts bei den Verbraucherzentralen.

Zuschlag rechtswidrig

Reiseveranstalter wie Alltours, Bucher, ITS, LTU, NUR und TUI hatten im Jahr 2000 von vielen Flugreisenden nachträglich Kerosinzuschläge gefordert, weil die Treibstoffkosten gestiegen seien. Sie verwiesen dabei auf eine entsprechende Klausel in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Verbraucher, die ihren Urlaub antreten wollten, waren demzufolge gezwungen, die Reisepreiserhöhung zu bezahlen. Der Bundesgerichtshof hat diese Praxis in mehreren Urteilen für unzulässig erklärt. Die Urteile sind rechtskräftig. Nachträglich erhobene Zuschläge müssen zurückgezahlt werden. Nur ein von vornherein höher angesetzter Reisepreis ist legal.

Frist bis Jahresende

Der Verbraucherzentrale Bundesverband ruft alle betroffenen Verbraucher auf, nachträglich gezahlte Zuschläge zurückzufordern. Wie das geht, steht im Infofaltblatt „Rückforderung von Kerosinzuschlägen“, das in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen zu haben ist. Das Faltblatt enthält auch einen Musterbrief für die Rückforderung an den Reiseveranstalter. Die Verbraucherzentralen geben das Faltblatt zum Selbstkostenpreis ab (Kopierkosten etwa 0,50 bis 2 Euro). Eile ist angesagt: Am 31. Dezember 2004 verjähren die Ansprüche der Reisenden.

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