Für Passagiere auf internationalen Flügen gibt es jetzt bessere Schadenersatzregelungen bei Unfällen, Verspätungen oder Gepäckschäden.

Für Personenschäden haften die Flug­gesellschaften künftig unbegrenzt oder, wenn sie nachweislich nicht für den Unfall verantwortlich sind, bis zu rund 120 000 Euro. Bisher mussten sie maximal 27 354 Euro zahlen.

Wenn der Fluggast durch Verspätung den Anschlussflug oder einen wichtigen Geschäftstermin verpasst, müssen die Airlines jetzt mit bis zu 5 000 Euro für Folgeschäden einstehen. Die muss der Passagier glaubhaft darlegen – zum Beispiel durch eine Hotelrechnung. War „höhere Gewalt“ wie ein Unwetter im Spiel, gibt es keinen Schadenersatz.

Geht der Koffer verloren oder wird er beschädigt, haben Passagiere Anspruch auf bis zu 1 200 Euro. Bislang galt eine Grenze von nur rund 27 Euro pro Kilogramm Gepäck.

Die neuen Regeln gelten für Flüge, die seit dem 28. Juni gebucht wurden.

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