Ein Telemedizinkoffer soll ab 2005 die medizinische Notfallversorgung auf Langstrecken­flügen der Lufthansa verbessern. Ärzte der Notaufnahme der Berliner Charité werten übermittelte Daten aus und geben im Notfall Rat. Mit dem telemedizinischen Notfallkoffer können speziell ausgebildete Flugbegleiter bei medizinischen Notfällen auf Langstreckenflügen künftig den Blutdruck messen, den Blutzucker und die Sauerstoffsättigung bestimmen und ein EKG ableiten. Messergebnisse werden an die Notaufnahme der Charité gefunkt. Ärzte entscheiden dann, ob Hilfe aus der Ferne möglich oder eine Landung er­forderlich ist. Erste Versuche wer­den bereits im Herbst starten. Zunächst finanziert die Luft­hansa das Projekt. In der Charité hofft man, das Modell könnte auch andere Fluggesellschaften überzeugen.

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