Flugreise Meldung

Todes­ängste auf dem Rück­flug machen die Erholung zunichte.

Verläuft der Rück­flug von einer Pauschalreise so katastrophal, dass die Passagiere Todes­ängste ausstehen, dürfen sie den Reise­preis mindern. Während des Rück­flugs von einem 13-tägigen Urlaub in Thai­land hatte ein Ehepaar erleben müssen, wie die Maschine beinahe abstürzte.

Einige Passagiere erlitten Nerven­zusammenbruch

30 Minuten nach dem Start gab es einen lauten Knall, der Strom an Bord fiel aus, es wurde dunkel, die Maschine sank ab und wurde hin- und hergerüttelt. Die Stewardessen rannten panisch umher, Passagiere weinten, einige erlitten einen Nerven­zusammenbruch. Der Pilot meldete, ein Trieb­werk sei ausgefallen, mehr könne er derzeit nicht sagen, denn er habe „alle Hände voll zu tun“.

Flugzeug musste notlanden

Nach einer Stunde konnte die Maschine im thailän­dischen Phuket notlanden. Doch die Passagiere konnten zunächst nicht von Bord gehen – und das, obwohl ein Reifen Feuer gefangen hatte und gelöscht werden musste.

Entschädigung wird nicht auf Preis­minderung ange­rechnet

Die erlittenen Todes­ängste haben den Erholungs­wert der Reise stark beein­trächtigt, fand das Amts­gericht Frank­furt am Main. Es sprach dem Ehepaar eine Minderung von 40 Prozent des Reise­preises zu. Zusätzlich bekamen die beiden von der Fluggesell­schaft je 600 Euro Entschädigung nach EU-Verordnung, weil sie erst zwei Tage verspätet mit einem Ersatz­flug nach­hause kamen. Dieser Betrag wurde nicht auf die Preis­minderung ange­rechnet (Az. 30 C 1590/13).

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