Flugpreise Meldung

Ohne Sitz­platz: Klein­kinder fliegen nicht gratis.

Ob Billig-Air­line oder Premium-Carrier: Fliegen mit Kindern ist teurer geworden. Die Fluggesell­schaften streichen Ermäßigungen – oder verlangen Geld für die Sitz­platz­reser­vierung. Ein Über­blick.

Kinder­ermäßigung

Bei mehreren Flug­linien sind die Rabatte für Kinder an Bord mager geworden. Die Fluggesell­schaft Condor hat kürzlich die Ermäßigung für Passagiere zwischen 2 und 12 Jahren sogar komplett gestrichen; für sie wird außer­halb von Pauschalr­eisen der volle Flugpreis fällig. Bei Air Berlin und Germanwings kosten Tickets für Kinder unter 12 Jahren meist 80 Prozent des Netto­flugpreises zuzüglich Steuern und Gebühren, bei Tuifly sind es 75 Prozent. Easyjet und Ryanair gewähren für Kinder keinen Nach­lass aufs Ticket. Ryanair gibt Passagieren unter 16 Jahren 50 Prozent Rabatt für aufgegebenes Gepäck und andere Services – aber nur, wenn eine Begleit­person den entsprechenden Service zum Normal­preis kauft.

Baby an Bord

Vorbei sind auch die Zeiten, in denen Kinder bis 2 Jahre meist gratis reisten. Obwohl Babys keinen Sitz­platz brauchen, weil sie auf dem Schoß der Eltern sitzen, berechnen alle gängigen Air­lines einen gewissen Betrag für den Trans­port. Bei Condor sind es generell 10 Prozent, bei Air Berlin 15 Prozent auf der Kurz- und Mittel­strecke sowie 20 Prozent auf der Lang­strecke. Bei Luft­hansa, Tuifly und Germanwings sind es je nach Strecke 15 oder 50 beziehungs­weise 75 Euro. Easyjet berechnet 26 Euro, Ryanair 20 Euro.

Sitz­platz und Gepäck

Familien wollen nah beieinander sitzen. Die Sitz­platz­reser­vierung kann aber teuer werden. Condor berechnet beispiels­weise 10 bis 30 Euro pro Person und Strecke. Nur für Familien mit Klein­kindern unter 2 Jahren ist es kostenlos. Bei Billigtarifen muss das Gepäck sowohl für Erwachsene als auch für Kinder dazu­gebucht werden. Kinder­wagen, Buggys, Babybetten und Auto­kinder­sitze werden ohne Aufpreis mitgenommen. Oft kann man Buggys bis kurz vor dem Einsteigen nutzen. Achtung: Kinder brauchen eigene Reisedokumente, Einträge im Pass der Eltern reichen nicht. Kinder, die während der Reise zwei Jahre alt werden, benötigen einen eigenen Sitz­platz.

Tipp: Der Streit mit einer Flug­linie nach Verspätung oder Ausfall eines Fluges ist häufig frustrierend. Wo Reisende Hilfe bekommen, beschreibt unser Special Fluggastrechte: Der Weg zur Entschädigung.

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