Flugpreise Meldung

Bei Flugbuchungen im Internet werden Kunden bei vielen Anbietern immer noch schlecht informiert, obwohl vor knapp einem Vierteljahr die EU-Vorschriften für mehr Transparenz in Kraft getreten sind.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mahnte deshalb neun Fluggesellschaften ab und forderte sie auf, ihre Preise klar darzustellen und auf Voreinstellungen wie eine zusätzliche Buchung von Reiseversicherungen zu verzichten.

Nur Tuifly habe bereits reagiert und seine Seiten geändert. Condor wolle dies bis Ende Februar, Easyjet bis Ende März tun. Der vzbv reichte nach eigenen Angaben gegen Air Berlin bereits eine Klage ein. Das Unternehmen habe die vom Verband gesetzte Frist zur Anpassung der Webseite an die neuen Regeln verstreichen lassen. Auch Ryanair, Intersky Luftfahrt, eDreams und Air Malta drohe eine solche Klage. In deren Fällen laufe aber das Mahnverfahren noch. Germanwings habe ebenfalls erst einige Voreinstellungen geändert.

Die seit November 2008 geltende EU-Verordnung verlangt von den Anbietern, alle zwingenden Kosten wie Steuern, Kreditkartengebühren und sonstige Entgelte im Endpreis aufzuführen. Voreinstellungen für den Kauf von Zusatzleistungen sind unzulässig.

Tipp: Unsere Schwester-Zeitschrift test untersucht im März-Heft (ab 27. Februar im Handel) Preise, Service und Pünktlichkeit von Billigfliegern.

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