Der Bundes­gerichts­hof (BGH) hat gegen einen Flugreisenden entschieden, der von der Fluggesell­schaft eine Entschädigung von rund 600 Euro forderte. Sein Flug von Banjul in Gambia nach Brüssel war wegen Schäden am Trieb­werk ausgefallen, die durch den Zusammen­stoß mit Vögeln entstanden waren. Der Abflug verspätete sich um 24 Stunden.

Nach Auffassung der BGH-Richter hat der Reisende keinen Anspruch auf Entschädigung. Ein solcher „Vogel­schlag“ sei ein außergewöhnlicher Umstand im Sinne der Flug­gast­rechte-Verordnung, der weder vorhersehbar noch vermeid­bar oder beherrsch­bar ist (Az. X ZR 160/12). Darüber hinaus habe die Fluggesell­schaft schnellst­möglich eine Ersatz­maschine einfliegen lassen – eine schnelle Reparatur der defekten Maschine war nicht möglich.

Eine Ersatz­maschine an einem Flughafen wie Banjul – der nur dreimal in der Woche angeflogen wird – permanent stehen zu haben, hielten die Richter für wirt­schaftlich unzu­mutbar.

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