Flug­gast­rechte

Unser Rat

17.01.2012
Inhalt

Rechte. Lassen Sie sich nicht abwimmeln, wenn Ihr Flug ausgefallen ist, über­bucht war oder Sie wegen einer Abflug­verspätung mindestens drei Stunden verspätet ange­kommen sind. Ihnen stehen bis zu 600 Euro Entschädigung zu. Die EG-Flug­gast­ver­ordnung gilt immer, wenn Sie in der Europäischen Union (EU) abge­flogen sind. Falls Sie nur in der EU gelandet sind, muss die Flug­linie ihren Sitz in der EU haben.

Verjährung. Ihre Ansprüche auf Entschädigung verjähren erst nach drei Jahren. Ist Ihr Anspruch im Jahr 2009 entstanden, können Sie Ihr Geld bis Ende 2012 verlangen.

Dienst­leister. Firmen wie EUclaim, Flight­right oder Fairplane streiten für Sie mit der Flug­linie. Dafür geben Sie bis zu 30 Prozent ab, wenn Sie eine Entschädigung erhalten. Die Kommunikation läuft meist per E-Mail. Bei Streit um Gepäck oder Hotel­kosten helfen die Dienst­leister nicht.

Anwalt. Sie können auch direkt zu einem Anwalt gehen. Wenn Sie eine Rechts­schutz­versicherung haben, ist allerdings oft ein Selbst­behalt von 150 Euro vereinbart. Anwälte finden Sie etwa über www.anwaltauskunft.de (Tel. 0 180 5/18 18 05).

  • Mehr zum Thema

    Flug­gast­rechte Der Weg zur Entschädigung

    - Bis zu 600 Euro müssen Air­lines bei Verspätung, Flug­ausfall oder Über­buchung zahlen. Hier lesen Sie, was Ihnen zusteht – und wie Sie Ihre Rechte als Fluggast durchsetzen.

    Ausgefallene Flüge So fordern Sie den Flugpreis zurück

    - Die Rechts­lage ist eindeutig: Fluggesell­schaften müssen Kunden den Preis für ausgefallene Flüge erstatten. Mit einem Gutschein muss sich in so einem Fall niemand...

    Schlichtung und Mediation Recht bekommen – günstig und ohne Gericht

    - Bei Ärger mit einem Unternehmen ist eine Schlichtungs­stelle erste Wahl. Bei Konflikten zwischen Nach­barn oder in der Familie eignet sich eine Schlichtung oder Mediation.