So haben wir getestet

Im Test: Wir haben sechs bekannte Flug­gast­portale getestet, an die sich Flugreisende wenden können, wenn sie Anspruch auf eine Entschädigung („Ausgleichs­leistung“) wegen Flug­ausfall oder großer Ankunfts­verspätung nach der europäischen Flug­gast­rechte­ver­ordnung (Nummer 261/2004) haben.

Compensation2go und EUflight kaufen Passagieren die Forderung ab und zahlen ihnen einen Teil des Entschädigungs­werts als Kauf­preis aus (Sofort­entschädigung). EUclaim, Flight­right und Flugrecht (Zweitmarke von Flight­right) machen den Entschädigungs­anspruch für Flug­gäste bei der Air­line geltend und leiten die Entschädigung im Erfolgs­fall gekürzt um ihre Provision an die Kunden weiter (Inkasso­verfahren).

Fairplane bietet als einziger Anbieter im Test Sofort­entschädigung (Fairplane Express) und Inkasso (Fairplane Stan­dard) an. Die Tabelle gibt an, wie viel Prozent Flug­gäste von ihrer Entschädigung an das Portal abgeben müssen.

Unser Test besteht aus zwei Teilen.

39 Verbraucher, die Flug­ärger wegen Flug­ausfall oder großer Ankunfts­verspätung hatten, testeten die Portale. Bis zu vier Reisende desselben Fluges (Parallelfälle) reichten ihren Flug unabhängig voneinander bei unterschiedlichen Portalen ein, oder einzelne Reisende nutzten nach Ablehnung bei einem Anbieter nach­einander bis zu drei weitere Portale. Zudem haben wir die Webseiten der Dienste untersucht. Unter­suchungs­zeitraum: April 2018 bis Januar 2020, Unter­suchung der Webseiten: August 2019 bis Januar 2020.

Information zum Leistungs­angebot

Wir bewerteten zum Beispiel, ob das Portal auf der Webseite Nutzer früh­zeitig und leicht erkenn­bar über die Entschädigungs­staffel (nach Flug­distanz), die Höhe der Provision und den Auszahlungs­betrag informiert. Wir bewerteten ebenfalls, ob das Portal Nutzer über die mögliche Dauer bis zur Auszahlung aufklärt.

Entschädigungs­rechner

Wir bewerteten zum Beispiel bei drei echten Fällen (zwei Fälle, die bereits entschädigt wurden, und ein Fall, der aufgrund einer zu geringen Verspätung nicht entschädigungs­berechtigt ist), ob Nutzer ohne Eingabe von persönlichen Daten wie E-Mail oder Geburts­datum eine erste Einschät­zung über die Anspruchs­berechtigung ihres Fluges erhalten. Abzüge gab es insbesondere, wenn der Rechner für den nicht anspruchs­berechtigten Fall dennoch eine Entschädigung in Aussicht stellte.

Basis­schutz persönlicher Daten

Wir bewerteten, ob der Passagier das Flug­gast­portal ohne Nutzer­konto in Anspruch nehmen kann und wie spar­sam der Anbieter persönliche Daten erfasst. Ein Jurist über­prüfte die Daten­schutz­erklärung auf Mängel, etwa unzu­reichende Informationen über die Weitergabe von Daten an Dritte.

Mängel in den AGB

Ein Jurist prüfte die Allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB) auf unwirk­same Klauseln.

Abwertung

Abwertungen führen dazu, dass sich Mängel verstärkt auf überge­ordnete Urteile auswirken. Sie sind mit einem Stern *) markiert. Sehr deutliche Mängel in der Daten­schutz­erklärung führten zu einer Abwertung des Urteils „Basis­schutz persönlicher Daten“ um eine halbe Note.

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TestFlug­gast­rechte16.06.2020
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