Bis zu 600 Euro Entschädigung ­stehen Flug­gästen bei einer großen Flug­verspätung, Flug­ausfall oder Über­buchung zu. Hilfe bei der Durch­setzung ihrer Ansprüche bekommen Reisende bei Schlichtungs­stellen, Anwälten oder Entschädigungs­diensten wie EUclaim, Flight­right und Fairplane. Die Rechts­experten der Stiftung Warentest analysieren die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglich­keiten. Mit unserem Musterschreiben können Passagiere ihre Rechte auch direkt bei der Air­line einfordern.

Das Wichtigste in Kürze

Was Sie über Ihre Rechte als Flug­gast wissen sollten

Recht. Haben Sie Ihren Ziel­flughafen erst mit einer Verspätung von drei Stunden oder mehr erreicht, wurde Ihr Flug annulliert oder wurden Sie wegen Über­buchung nicht mitgenommen, können Ihnen je nach Strecke zwischen 250 und 600 Euro Entschädigung zustehen. Voraus­setzung: Der Start­flughafen oder der Haupt­sitz der Air­line müssen in der EU liegen.

Urteils­liste. Manche Fluggesell­schaften führen Annullierungen oder Verspätungen einfach auf „außergewöhnliche Umstände“ zurück – und zahlen nicht. Was die Recht­sprechung als entschuldigenden außergewöhnlichen Umstand ansieht und was nicht, steht in unserer Urteilsübersicht.

Frist. Sie haben ab Ende des Jahres, in dem der Flug lag, drei Jahre Zeit, um Ihren Anspruch geltend zu machen. Bis Ende 2019 können Sie also noch die Entschädigung für Flüge aus dem Jahr 2016 verlangen.

Ansprüche bei Air­line stellen. Wenden Sie sich erst an die Air­line, dabei helfen unsere Musterbriefe. Oft können Sie die Entschädigung aber auch über ein Online-Formular auf der Internetseite der Fluggesell­schaft beantragen (Links zu den Online-Anträgen der Airlines). Alternativ können Sie auch die Smartphone-App „Flug­ärger“ der Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen nutzen. Sie hilft, Ihre Ansprüche gegen die Air­line zu ermitteln und diese am Ende über eine von der App erzeugte E-Mail bei der Fluggesell­schaft geltend zu machen (Link zur App im App Store, bei Google Play).

Schlichtung. Blockt die Air­line Ihre Forderungen ab, können Sie sich an einen Schlichter wenden. Ist die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (söp) nicht zuständig, leitet sie Ihre Beschwerde an die Schlichter beim Bundesjustizamt weiter. Verläuft die Schlichtung erfolg­los, kann Ihnen ein Anwalt oder ein Inkasso­dienst (Zwei Arten Fluggasthelfer) helfen.

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Verspätung, Annullierung, Über­buchung – das gilt grund­sätzlich

Anspruch auf Entschädigung. Verspätet sich ein Flug um drei Stunden und mehr am Endziel oder wird er sogar gestrichen (Annullierung), haben Passagiere Anspruch auf pauschale Entschädigung für die verlorene Zeit. Dies gilt auch, wenn die Fluggesell­schaft einzelne Passagiere nicht befördert, beispiels­weise weil die Maschine über­bucht ist.

EU-Regelung. Grund­lage ist immer die Fluggastrechteverordnung Nummer 261/2004 der Europäischen Union (EU). Diese Verordnung können Flug­gäste für eine finanzielle Entschädigung heran­ziehen. Wichtige Voraus­setzung: Der Flug ist von ­einem Flughafen in der EU gestartet oder wurde von einem Unternehmen mit Sitz in der EU durch­geführt und das Flugziel lag in einem Mitglieds­staat.

Höhe der Entschädigung. Wie viel Geld der Passagier bekommt, richtet sich nach der Flug­distanz. Bei Verbindungen mit Anschluss­flügen zählt die direkte Luft­linie zwischen Start und Ziel („Groß­kreis­methode“), unabhängig von der tatsäch­lich zurück­gelegten Flug­strecke. Je nach Stre­ckenlänge beträgt die Entschädigung 250 bis 600 Euro pro Person. Wer die Entfernung zwischen zwei Flughäfen errechnen will, um die Entschädigungs­höhe zu bestimmen, kann das bequem online tun, etwa über die Website Luftlinie.org. Die Entschädigungs­höhe ist unabhängig vom Ticket­preis. Die Pauschalen stehen also auch Nutzern von Billiga­irlines in voller Höhe zu, auch wenn sie nur 10 Euro für ihr Ticket bezahlt haben.

In welchen Fällen die Air­line nicht zahlen muss

Außergewöhnliche Umstände. Die Gründe für Verspätungen und Ausfälle sind vielfältig: Unwetter, Vulkan­asche, Streik und tech­nische Probleme an der Maschine sind nur einige Beispiele. Knack­punkt beim Prüfen eines Entschä­digungs­anspruchs ist die Frage, ob außer­gewöhnliche Umstände vorlagen. Konnte ­die Fluggesell­schaft das Ereignis weder beein­flussen noch vermei­den? In diesem Fall gehen Passagiere leer aus. Eindeutig ist das nicht immer. Regel­mäßig treffen die höchsten Gerichte grund­sätzliche Entscheidungen zu der Frage, was außergewöhnliche Umstände sind und was nicht (Urteilsliste). Liegen keine vor, gibt es eine Entschädigung.

Air­line beweis­pflichtig. Wichtig: Geht ein Fall, in dem eine Fluggesell­schaft unter Hinweis auf außergewöhnliche Umstände eine Zahlung verweigert, vor Gericht, muss sie diese Umstände belegen. Die Air­line muss nicht nur den außergewöhnlichen Umstand – etwa: Flug­zeugschaden durch Vogel­schlag – nach­weisen, sondern auch, dass sie alles Zumut­bare getan hat, um den Passagier trotz der Widrigkeit recht­zeitig ans Ziel zu bringen. Gerade das gelingt den Air­lines aber manchmal nicht. So gewinnen Passagier dann sogar Fälle, die auf den ersten Blick für Passagiere nicht erfolg­versprechend aussehen. Darum sollten Flug­gäste die Flug­daten stets auch bei verschiedenen Online-Flug­gast­helfern eingeben. Vielleicht über­nimmt einer von ihnen den Fall.

In diesen Fällen darf die Entschädigung halbiert werden

In einigen Fällen muss die Air­line zwar zahlen, darf die pauschale Entschädigungs­summe (250 bis 600 Euro je nach Flug­entfernung) an den Passagier aber um 50 Prozent kürzen.

  • Bei Verspätungen: Bei Lang­stre­ckenflügen (mehr als 3500 Kilo­meter Flug­strecke), wenn die Verspätung am Ziel­flughafen zwar mehr als drei Stunden aber weniger als vier Stunden beträgt.
  • Bei Flug­ausfall (Annullierung) und Über­buchung: Wenn die Air­line einen Ersatz­flug organisiert, der bei Kurz­stre­ckenflügen (Distanz bis 1 500 Kilo­meter) das Ziel nicht später als zwei Stunden im Vergleich zur ursprüng­lichen Ankunft errreicht. Bei Flügen mit einer Distanz bis 3 500 Kilo­metern (und bei Flügen inner­halb der EU mit einer Distanz von mehr als 1 500 Kilo­metern) darf die Air­line den Anspruch um 50 Prozent kürzen, sofern der Ersatz­flug das Ziel nicht später als drei Stunden im Vergleich zur urspüng­lichen Ankunft erreicht. Bei einer Flug­distanz von mehr 3 500 Kilo­metern darf die Air­line den Anspruch des Kunden halbieren, wenn der Ersatz­flug nicht später als vier Stunden im Vergleich zur plan­mäßigen Ankunft das Ziel erreicht.

Flug­gast­rechte auch für Pauschal­urlauber

Was viele Pauschal­reisende nicht wissen: Auch sie haben diese Entschädigungs­ansprüche gegen­über der Fluggesell­schaft bei Annullierungen und Ankunfts­verspätungen von drei oder mehr Stunden. Vielen ist das nicht bewusst, weil sie den Reise­vertrag ja mit dem Reise­ver­anstalter abge­schlossen haben. Aber die europäische Flug­gast­rechte­ver­ordnung gilt auch für Urlauber, die von einem Veranstalter ein Urlaubspaket gebucht haben, das einen Flug enthält.

Zwei Ansprüche bei Flug­ärger im Rahmen einer Pauschal­reise

Es kommt gar nicht so selten vor, dass Pauschal­reisende zwei Ansprüche auf Geld haben. Einen Anspruch auf Reise­preis­minderung nach deutschem Pauschal­reiserecht gegen­über dem Veranstalter, wenn etwa ein Flug ausgefallen ist und der Ersatz­flug so spät geht, dass die Nacht­ruhe des ersten Urlaubs­tages erheblich beein­trächtigt ist. Und einen zweiten Anspruch nach der europäischen Flug­gast­rechte­ver­ordnung, weil der ursprüng­lich angesetzte Flug annulliert wurde oder der Flug erst mit einer Verspätung von mindestens drei Stunden am Urlaubs­ziel ange­kommen ist.

Verrechnung der Zahlungen

Allerdings gilt: Erhält ein Pauschal­urlauber für denselben Ärger (etwa eine Flugannullierung), sowohl vom Veranstalter als auch von der Air­line Geld, findet eine Anrechnung statt. Hat der Urlauber schon eine Reise­preis­erstattung vom Veranstalter erhalten, ist das bei der Forderung gegen­über der Air­line anzu­rechnen (und umge­kehrt).

Beispiel: Ein Reisender hat für die Annullierung vom Veranstalter 80 Euro bekommen und macht anschließend seinen Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von 250 Euro bei der Air­line geltend. Diese muss ihm nur 170 Euro auszahlen.

Flug­gast­rechte­ver­ordnung lukrativer

Aus dem Beispiel wird erkenn­bar: Für Pauschal­reisende ist die Verspätungs­entschädigung von der Air­line nach der europäischen Flug­gast­rechte­ver­ordnung in der Regel lukrativer als die Reise­preis­minderung vom Veranstalter.

Air­line muss auch für Hotel und Verpflegung sorgen

Passagieren, die von einer Annullierung, Verspätung oder Nicht­beför­derung wegen Über­buchung betroffen sind, stehen aber nicht nur bis zu 600 Euro als pauschale Entschädigungs­zahlung zu. Solange die Kunden noch nichts ans Flugziel gebracht sind, muss die Air­line sich auch um die Verpflegung, eine notwendige Hotel­unterbringung und den Trans­port zwischen Hotel und Flughafen kümmern (Betreuungsleistungen nach Artikel 9 der Europäischen Fluggastrechteverordnung Nummer 261/2004). Anspruch auf Verpflegung und Hotel­unterbringungen haben Passagiere sogar dann, wenn die Air­line die Zahlung einer Entschädigung wegen eines außergewöhnliche Umstands verweigern kann.
Beispiel: Das Flugzeug muss repariert werden, weil der Reifen während der Landung des Vorflugs durch einen Fremdkörper beschädigt wurde. Der Flug muss ausfallen, die Passagiere werden auf den Flug am nächsten Morgen umge­bucht. Der Unfall zählt als außergewöhnlicher Umstand, eine finanzielle Entschädigung gibt es dafür nicht (Gerichtsurteile: Wann müssen Airlines bei Verspätungen zahlen?). Die Fluggesell­schaft bleibt dennoch verpflichtet, die Passagiere bis zum Weiterflug zu verpflegen und unter­zubringen.

Erstattung, wenn Flug­gast in Vorkasse gehen muss

Leider betreuen die Air­lines ihre Passagiere nicht immer so wie vom Gesetz­geber vorgesehen. Manchmal werden Kunden mit Anschluss­flug einfach am Flughafen der Zwischen­landung allein gelassen, wenn der Zubringer­flug zu spät ankam und dadurch der Anschluss verpasst wurde. Passagiere, die Hotel und Verpflegung dann selbst bezahlen, können aber anschließend Erstattung von der Fluggesell­schaft verlangen.

Wichtig: Die Erstattung der Hotel- und Verpflegungs­kosten gibt es zusätzlich zu der pauschalen Entschädigung für die Annullierung oder Verspätung (es sei denn ein außergewöhnlicher Umstand war der Grund für die Flug­probleme). Es findet in diesem Fall keine Verrechnung von Entschädigung und Erstattung statt. Ausnahme bei Folge­kosten eines mangelhaften Fluges: Etwas anderes gilt aber bei Hotel­kosten, die nach einem verpatzen Flug entstehen. Beispiel: Kommt ein Flug­gast bei einem Kurz­stre­cken­flug so spät am Ziel­flughafen an, dass er im Flughafenhotel für 150 Euro über­nachten muss, handelt es sich um die Folge­kosten eines mangelhaft durch­geführten Fluges. Nach deutschem Recht muss die Air­line für solche Folge­kosten gerade­stehen. Der Flug­gast hat zwei Ansprüche: nach Europarecht Anspruch auf pauschal 250 Euro von der ­Air­line (Ausgleichs­zahlung) und nach deutschem Recht auf 150 Euro Schadenersatz für die nach Landung notwendig gewordene Hotel­über­nachtung. Aber: Der Anspruch auf Erstattung der Hotel­kosten wird mit der Ausgleichs­zahlung verrechnet. Das folgt aus einem Urteil des Bundes­gerichts­hofs vom 6. August 2019 (Az. X ZR 128/18). Im Beispiels­fall erhält der Kunde also nicht insgesamt 400 Euro, sondern nur 250 Euro von der Air­line. Mehr müsste die Air­line nur zahlen, wenn die Hotel­kosten über der Ausgleichs­zahlung in Höhe von 250 Euro lägen und der Flug­gast diese Hotel­kosten bei der Air­line mit Quittungen belegen könnte.

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Flug­verspätung – das steht Ihnen zu

Wie viel Entschädigung gibt es? Verspätet sich die Ankunft am Ziel­flughafen um mindestens drei Stunden, haben Flug­gäste je nach Flug­strecke Anspruch auf bis zu 600 Euro Entschädigung. Das ergibt sich aus einer Grund­lagen­entscheidung des Europäischen Gerichts­hofs aus dem Jahr 2009 (Rechtssache Sturgeon, Az. C-402/07 und C-432/07). Eine Entschädigung ist auch dann möglich, wenn die Verspätung erst bei einem direkten Anschluss­flug im Nicht-EU-Ausland entsteht.

Was gilt als Ankunfts­zeit? Als Ankunfts­zeit­punkt zählt recht­lich nicht, wann der Passagier am Ziel­flughafen das Flugzeug verlassen hat. Auch das Aufsetzen der Räder auf der Landebahn („Touchdown“) ist nicht entscheidend. Maßgeblich ist der Moment, wenn mindestens eine Flug­zeugtür geöffnet wird – sofern den Flug­gästen das Verlassen des Flug­zeugs gestattet ist (EuGH, Az. C-452/13). Wenn der Flug­gast etwa mit dem Musterschreiben der Stiftung Warentest bei der Air­line seinen Entschädigungs­anspruch geltend macht, reicht es aber aus, wenn er als Ankunfts­zeit­punkt den Moment angibt, in dem er persönlich das Flugzeug verlassen hat. In einer recht­lichen Auseinander­setzung vor Gericht muss die Air­line dann vortragen, wann die erste Tür geöffnet wurde.

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Flug­ausfall (Annullierung) – das steht Ihnen zu

Wird ein Flug von der Air­line annulliert, können Betroffene eine Umbuchung einfordern oder die Beför­derung ganz ablehnen und Erstattung ihrer Ticket­kosten verlangen. Egal wie sich Passagiere entscheiden: Sie haben bei Flug­ausfall außerdem einen Anspruch auf eine pauschale Entschädigung in Höhe von 250 bis 600 Euro (je nach Flug­distanz). Der Anspruch entfällt allerdings dann, wenn Flug­gäste mindestens 14 Tage vor dem plan­mäßigen Abflug von der Fluggesell­schaft über die Annullierung informiert werden. Kommt die Nach­richt über die Annullierung kurz­fristiger, hängt der Anspruch von den Flug­zeiten des Ersatz­fluges ab (siehe Tabelle unten).

Information über Flug­ausfall

Abflug- und Ankunfts­zeiten des Ersatz­fluges

Entschädigung

7 bis 13 Tage vor Abflug

Abflug maximal 2 Stunden früher und Ankunft maximal 4 Stunden später als annullierter Flug

Nein

7 bis 13 Tage vor Abflug

Abflug mehr als 2 Stunden früher und/oder Ankunft mehr als 4 Stunden später als annullierter Flug

Ja

0 bis 6 Tage vor Abflug

Abflug maximal 1 Stunde früher und Ankunft maximal 2 Stunden später als annullierter Flug

Nein

0 bis 6 Tage vor Abflug

Abflug mehr als 1 Stunde früher und/oder

Ankunft mehr als 2 Stunden später als annullierter Flug

Ja

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Nicht­beför­derung wegen Über­buchung – das steht Ihnen zu

Flug­linien verkaufen üblicher­weise mehr Tickets, als Plätze im Flugzeug vorhanden sind. Denn einige Reisende erscheinen nicht am Gate, weil sie spontan umbuchen, stornieren oder schlicht zu spät kommen. Um ungenutzte Kapazitäten zu vermeiden, kalkulieren Fluggesell­schaften Über­buchungen ein. Erscheinen jedoch mehr Passagiere als erwartet, können einige nicht mitfliegen. Denjenigen, die freiwil­lig auf ihren Platz verzichten, bieten Air­lines Umbuchungen und Entschädigungen an. Verzichtet niemand freiwil­lig, entscheidet die Flug­linie, wer nicht mitdarf. Grund­sätzlich gilt: Wer zuerst am Gate ist, fliegt zuerst. Zurück­gelassenen steht – wie bei Verspätung oder Flug­ausfall – die Ausgleichs­zahlung nach der EU-Flug­gast­rechte­ver­ordnung zu, wenn sie wegen Über­buchung nicht mitgenommen werden, aber recht­zeitig am Gate waren.

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So setzen Sie Ihre Flug­gast­rechte durch

Flug­gäste, brauchen oft Hilfe. Denn viele Fluggesell­schaften reagieren gar nicht auf Schreiben ihrer Kunden. Welche Hilfe Passagiere am besten in Anspruch nehmen, hängt von ihren Vorlieben ab. Es gibt vier verschiedene Wege zum Geld. Hier stellen wir sie vor und nennen ihre Vor- und Nachteile.

Schlichtungs­stelle Söp

Vorteil:
Chance auf volle Entschädigung. Die Berliner Schlichtungsstelle für öffentlichen Personenverkehr (Söp) vermittelt bei Streit zwischen Passagier und Fluggesell­schaft. Kunden haben hier die Chance auf volle Entschädigung ohne Kosten. Die Schlichtung ist für Verbraucher stets kostenfrei, auch bei erfolg­losem Verfahren. An das Ergebnis ist ein Passagier nur gebunden, wenn er sich auf den Vorschlag des Schlichters einlässt. Sieht die Empfehlung weniger als 100 Prozent der Entschädigung vor, kann der Kunde ablehnen und zum Beispiel noch zum Anwalt gehen.

Erstattung auch für Gepäck und Hotel­kosten. Weitere Vorteile der Söp: Flug­gäste können auch Ansprüche wegen Gepäck­schäden geltend machen und die Erstattung von Hotel­kosten fordern, die wegen einer Annullierung entstanden sind. Die Söp ist die Adresse für Kunden aller deutschen und vieler ausländischer Air­lines wie Ryanair und Easyjet. Für alle übrigen ist das Bundesamt für Justiz zuständig.

Nachteil:
Erst nach Air­line-Kontakt möglich. Wer sich an die Stelle wenden will, muss vorher selbst das Unternehmen zur Zahlung aufgefordert haben. Das ist zwar nicht schwer, Flug­gäste können dafür unsere Musterbriefe verwenden. Dennoch scheuen einige die Mühe. Für diese Gruppe ist ein Flug­gast­rechte-Portal oder ein Sofort­entschädiger die richtige Adresse.

Manchmal dauert es. Wer sich an die Söp wendet muss im Einzel­fall aber etwas Geduld mitbringen. Angestrebt ist zwar eine maximal dreimonatige Verfahrens­dauer. Zuletzt hat die Schlichtung in zahlreichen Fällen aber auch länger gedauert.

Hilfe vom Anwalt

Vorteil:
Mitunter schneller Weg zum Geld.
Mithilfe eines Reise­rechts­experten kann die Zahlung sehr schnell kommen. Manche Air­lines wissen, dass Juristen nach dem Ablauf einer Frist sofort klagen und zahlen dann, um nicht auch noch Prozess­kosten zahlen zu müssen. Flug­gäste finden Profis etwa über die Anwaltsdatenbank der Deutschen Gesellschaft für Reiserecht.

Nachteil:
Mandant trägt Kostenrisiko.
Wer selbst einen Anwalt einschaltet, hat immer ein Kostenrisiko. Auch zunächst ganz sicher scheinende Rechts­fälle können verloren gehen. Die Anwalts- und Gerichts­kosten trägt dann der Kunde.

Mit Rechts­schutz­police nur Selbst­behalt. Wegen dieses Risikos und weil es bei der Flug­gast­entschädigung nur um relativ geringe Beträge geht, kommt für viele dieser Weg nur infrage, wenn sie eine Rechts­schutz­versicherung haben. Der Streit mit einer Air­line ist über jede Rechts­schutz­versicherung versichert, es sei denn es handelt sich um eine Spezial­police, die etwa ausschließ­lich Miet­rechts-Fälle versichert. Der rechts­schutz­versicherte Mandant muss bei einer Nieder­lage nur den mit dem Versicherer vereinbarten Selbst­behalt zahlen, das sind meist 150 Euro.

Hilfe vom Inkasso-Portal für Flug­gäste

Vorteil:
Kunden haben keine Arbeit.
Fluggastrechte-Portale wie Euclaim, Flight­right oder Fairplane streiten mit Air­lines um Entschädigungen für betroffene Passagiere. Sie machen deren Forderungen gegen­über den Fluggesell­schaf­ten geltend. Kunden müssen auf der Website eines Flug­gast­rechte-Portals nur die Flug­daten eingeben und Angaben zur Person machen. Das Portal prüft, ob ihnen eine Entschädigung zusteht. Wenn ja, nimmt es den Fall an. Anschließend versucht es, zunächst außerge­richt­lich eine Zahlung zu erreichen. Klappt das nicht, reichen die Part­ner­anwälte der Dienste Klage ein.

Nachteil:
Entschädigung oft erst auf dem Klageweg.
Weil die Dienste die Entschädigung teil­weise erst einklagen müssen, dauert es zum Teil mehr als ein Jahr, bis der Kunde das Geld auf seinem Konto hat – gekürzt um die Erfolgs­provision für das Portal.

Rund 30 Prozent Provision im Erfolgs­fall. Diese Provision liegt je nach Anbieter zumeist zwischen 23 und 35 Prozent der von der Fluggesell­schaft gezahlten Entschädigung (Marktübersicht der Anbieter). Viele Portale nehmen allerdings nur Fälle, bei denen eine Zahlung der Air­line sicher ist. Weist ein Portal einen Kunden ab, heißt das nicht, dass er keinen Anspruch hat.

Hilfe vom Sofort­entschädiger

Vorteil:
Geld vorab. Kunden, die sofort und bequem ihr Geld haben wollen, fahren am besten mit den Sofortentschädigern. Der Kunde gibt auf der Internetseite eines Portals wie Euflight nur seine Flug­daten ein. Der Dienst prüft, ob es sich lohnt, dem Passagier seinen Anspruch abzu­kaufen. Der Flug­gast hat oft inner­halb weniger Stunden sein Geld und kann die Sache abhaken. Geht die Fluggesell­schaft später pleite, bleibt der Passagier nicht auf seiner Forderung sitzen.

Nachteil:
Strenge Prüfung.
Sofort­entschädiger prüfen noch strenger als Portale, die mit Erfolgs­provision arbeiten, ob sie einen Fall über­nehmen. Wenn ja, schließen Kunde und Sofort­entschädiger einen Kauf­vertrag.

Hohe Abzüge. Sofort­entschädiger zahlen nur einen Bruch­teil der Entschä­digung, die dem Kunden von der Air­line zusteht. Je nach Anbieter betragen die ­Abzüge zwischen 35 und 49 Prozent (Marktübersicht der Anbieter).

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Zwei Arten Flug­gast­helfer: Inkasso­dienste und Sofort­entschädiger

Flug­linien müssen in vielen Fällen Entschädigung leisten, wenn ihre Flug­gäste das Ziel stark verspätet erreichen oder der Flug ganz ausfällt. Leider zahlen sie oft nicht freiwil­lig. Wer sich selbst die Auseinander­setzung mit der Fluggesell­schaft ersparen möchte, kann sich von Entschädigungs­diensten helfen lassen. Es zwei verschiedene Art solcher Dienste, umgangs­sprach­lich auch Flug­gast­helfer genannt: die Inkasso­dienste und die Sofort­entschädiger. Kostenlos ist deren Hilfe natürlich nicht. Im Folgenden nennen wir Kosten sowie Vor- und Nachteile dieser Entschädigungs­dienste.

Inkasso­dienste streiten für Flug­gäste

Bis zu 35 Prozent Provision. Kommerzielle Inkasso-Unternehmen wie EUclaim, Flight­right oder Fairplane streiten für Flug­gäste mit den Air­lines. Bei Erfolg erhält der Kunde die Entschädigung – abzüglich einer Provision. Diese Provision liegt je nach Anbieter zumeist zwischen 23 und 35 Prozent der von der Fluggesell­schaft gezahlten Entschädigung (siehe Tabelle unten). Geht der Kunde zum Beispiel zu einem Inkassoportal mit einer Erfolg­provision in Höhe von 30 Prozent und zahlt die Air­line durch seine Hilfe später zum Beispiel 600 Euro aus, bekommt der Flug­gast nur 420 Euro ausgezahlt.

Anspruch vorab ermitteln. Die meisten Flug­gast­helfer bieten auf ihren Internet­seiten kostenlose Rechner, um Ansprüche vorab ermitteln zu können. Auch sie selbst prüfen genau, ob ein Fall Aussicht auf Erfolg hat. Um die Entschädigung von der Flug­linie fordern zu können, brauchen sie eine schriftliche Voll­macht des Kunden und Nach­weise über die Verspätung oder Absage.

Streit kann dauern. Die Anbieter versuchen es zunächst außerge­richt­lich. Weigert sich die Air­line zu zahlen, beauftragen sie spezialisierte Anwälte mit der weiteren Vertretung. Weil die Dienste mitunter klagen müssen, um die Air­line zum Zahlen zu bewegen, dauert es manchmal viele Monate bis Passagiere ihre Entschädigung haben.

Alternative für Eilige: Sofort­entschädiger

Schnelles Geld. Wegen der zum Teil lange Warte­zeiten bei den Inkasso­diensten, haben einige Entschädigungs­dienste neue Wege gesucht, um Passagieren zu ihrem Geld zu verhelfen: die Sofort­entschädigung. Dienst­leister wie EUflight kaufen ausgewählten Flug­gästen ihren Entschädigungs­anspruch gegen die Air­line ab. Der Kunde bekommt sofort Geld und kann die Sache gedank­lich sofort abhaken.

Hohe Abzüge. Nachteil: Die Sofort­entschädigung ist für Passagiere oft sehr teuer. Dem Flug­gast werden je nach Anbieter zum Teil rund 40 Prozent von der Entschädigungs­summe abge­zogen (siehe Tabelle unten).

Beispiel: Ein Passagier ist auf einer Lang­strecke Opfer einer großen Ankunfts­verspätung geworden. 600 Euro stehen ihm von der Air­line zu. Er geht zu einem Sofort­entschädiger. Der kauft ihm den Anspruch gegen die Air­line mit einem Abschlag von 40 Prozent ab. Der Kunde verkauft seine Forderung an den Sofort­entschädiger und erhält als Kauf­preis inner­halb weniger Tage 360 Euro ausgezahlt. Einige Entschädigungs­dienste wie etwa Fairplane bieten auch beide Wege an: das Inkasso und die Sofort­entschädigung.

Unser Rat: Spar­same Flug­gäste gehen zur Schlichtungs­stelle

Schlichtungs­stelle anschreiben. Weil die Entschädigungs­dienste alle mit recht hohen Kosten verbunden sind, empfiehlt die Stiftung Warentest grund­sätzlich, zuerst seinen Anspruch selbst bei der Air­line zu stellen, und – wenn das nicht zum Erfolg führt – sich mit der Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (Söp) in Verbindung zu setzen. Das Verfahren ist für Verbraucher kostenfrei. Der Kunde hat dort die Chance, 100 Prozent der Entschädigung ohne Abzüge zu bekommen. Wie der Jahres­bericht der Schlichtungs­stelle zeigt, reicht oftmals schon der Eingang der Beschwerde bei der Söp und die Air­lines zahlen inner­halb weniger Wochen die Entschädigung – ohne lange Auseinander­setzung.

Muster­brief nutzen. Flug­gäste können den Musterbrief auf test.de verwenden, um die Air­line zur Zahlung aufzufordern. Oder sie stellen einen Online-Antrag über die Internetseite der Fluggesell­schaft (Links zu den Online-Anträgen der Airlines). Das ist nicht schwierig. Dennoch scheuen einige Verbraucher diese Mühe. Für diese Gruppe ist ein Inkasso­dienst oder ein Sofort­entschädiger die richtige Adresse.

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So viel kostet die Hilfe der Entschädigungs­dienste

Passagiere, die keine Arbeit haben wollen und bereit sind, zwischen 20 und 50 Prozent ihrer Entschädigung abzu­geben, können einen Flug­gast-Entschädigungs­dienst einschalten. Notfalls klagt der Dienst sogar vor Gericht. Flug­gast­rechte-Portale kürzen die Entschädigung bei Erfolg um ihre Provision. Sofort­entschädiger zahlen gleich Geld aus, gekürzt um ihre Provision.

Flug­gast­rechte-Portal (Gründungs­jahr)

Abzug von Entschädigung (Erfolgs­provision)

Anmerkungen

Airhelp.com (2013)

25 bis 50 Prozent

50 Prozent Provision, wenn gericht­liche Schritte nötig sind

Aviclaim.de (2016)

30,25 Prozent

Captain-frank.com (2017)

23,8 Prozent

Claimflights.de (2014)

26,78 Prozent

Complane.de (2017)

28,56 Prozent

EUclaim.de (2007)

30,94 Prozent

Fairplane.de (2011)

24 bis 35 Prozent

Flightright.de (2010)

23,8 bis 52,36 Prozent

Die Provisions­spanne bei Flight­right.de beträgt grund­sätzlich 23,8 bis 35,7 Prozent. Hat Flight­right.de zur Durch­setzung des Entschädigung­anspruchs einen externen Anwalt beauftragt, wird zusätzlich ein „Anwalts­zuschlag“ in Höhe von 16,66 Prozent fällig.

Flugerstattung.de(2016)

26,18 Prozent

Flugrueckerstattung.de (2012)

31,25 Prozent

Flugverspaetet.de (2011)

29,75 Prozent

Flugrecht.de(2014)

23,8 bis 52,36 Prozent

Die Provisions­spanne bei Flugrecht.de beträgt grund­sätzlich 23,8 bis 35,7 Prozent. Hat Flugrecht.de zur Durch­setzung des Entschädigung­anspruchs einen externen Anwalt beauftragt, wird zusätzlich ein „Anwalts­zuschlag“ in Höhe von 16,66 Prozent fällig.

Givt.com (2016)

29 oder 49 Prozent

49 Prozent Provision, wenn Externe wie Aufsichts­behörde, Schlichtungs­stelle oder Gericht hinzugezogen werden

Myflyright.com (2016)

29,75 Prozent

Passengersfriend.de(2015)

36 Prozent

Refund.me(2012)

29,75 Prozent

Muss das Portal wegen einer Forderung die spanischen Gerichte einschalten, müssen Kunden 35 Euro extra zahlen.

Trustfly.de (2016)

26,18 Prozent

Trustfly kann Vergleichs­angebot der Air­line ohne Zustimmung des Kunden annehmen, wenn diese 80 Prozent der Entschädigung anbietet.

Wirkaufendeinenflug.de(2015)

29,75 Prozent

Stand: 25. September 2019

      Sofort­entschädiger (Gründungs­jahr)

      Abzug von Entschädigung

      Anmerkungen

      Captain-frank.com (2017)

      35,7 Prozent

      Compensation2go.com(2016)

      34,5 Prozent

      Ersatz-pilot.de (2017)

      25 bis 40 Prozent

      Bei Lang­stre­cken­flug Abzüge zwischen 25 und 29 Prozent, bei Kurz­stre­cken­flug Abzüge zwischen 33,6 und 40 Prozent

      EUflight.de (2016)

      41,65 Prozent

      119 Euro Strafzahlung für Kunden möglich, wenn sie Entschädigungs­anspruch gegen Air­line an EUflight verkaufen, den sie zuvor schon (bewusst oder unbe­wusst) an anderes Portal verkauft hatten („Doppel­abtretung“).

      Flugerstattung.de(2016)

      Wird individuell fest­gelegt

      Bis zu 400 Euro Auszahlung möglich

      Fairplane.de (2011)

      Wird individuell fest­gelegt

      Myflyright.com(2016)

      41,65 Prozent

      Passengersfriend.de (2015)

      49 Prozent

      Wirkaufendeinenflug.de(2015)

      41,65 Prozent

      Stand: 25. September 2019

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          Gepäck­verspätung: Was Flugreisenden zusteht

          Gepäck­band. Kommt der Koffer nicht, dürfen Urlauber den Reise­preis mindern.

          Kommt das Gepäck zu spät an, dürfen Reisende auf fremde Kosten Notwendiges neu kaufen. Wie viel dürfen sie ausgeben?

          Kosten müssen im Rahmen bleiben

          Drei Tage zu spät traf das Gepäck einer Urlauberin im Hotel ein, die eine Woche Spanien gebucht hatte. Um nicht tage­lang mit denselben Sachen herum­zulaufen, kleidete sie sich neu ein. Sie kaufte Blusen, Hosen, Schuhe und Kosmetik. Das kostete 465 Euro – zu viel, fand das Amts­gericht Köln. Zwar dürfen Urlauber auf Kosten des Reise­ver­anstalters neue Sachen kaufen, aber sie müssen den Schaden in Grenzen halten. Das heißt: Er muss nur ersetzen, was plausibel und angemessen ist. Ein einfacher Bade­anzug ist okay, nicht aber teure Marken­artikel. Einige Air­lines bieten ein Notpaket mit Wäsche an.

          Reise­preis mindern

          Im Kölner Fall hielt das Gericht 150 Euro Entschädigung für ausreichend (Az. 142 C 392/ 14). Das entspricht etwa dem, was auch andere Gerichte meinen. Der Urlauber kann zusätzlich mit einer Minderung des Reise­preises rechnen – oft 15 bis 30 Prozent des Tages­preises. Im Kölner Fall kostete die einwöchige Reise 893 Euro – also 127,57 Euro pro Tag. Das Gericht entschied auf 15 Prozent Minderung, also 19,14 Euro pro Tag. Für drei Tage ohne Koffer bekam die Frau also 57,42 Euro, zusätzlich zu den 150 Euro für Ersatz­käufe.

          Mit Bring­service

          Meist tauchen Koffer, die nach Umstei­geflügen fehlgeleitet wurden, nach wenigen Tagen wieder auf. Der Reise­ver­anstalter oder die Flug­linie müssen sie kostenlos ins Hotel bringen. Bleibt das Gepäck verschwunden, haften sie im Regelfall mit maximal gut 1 400 Euro pro Passagier. Urlauber müssen belegen, welchen Wert der Koffer­inhalt hatte. Bargeld, Schmuck und Dokumente sollten Reisende vorsichts­halber im Hand­gepäck mitnehmen.

          Tipp: Kommt der Koffer nicht an, sollten Sie es sofort im Flughafen am Lost-and-Found-Schalter melden. Informieren Sie auch unver­züglich den Reise­ver­anstalter – am besten vor Zeugen. Der Reiseleiter sollte das schriftlich bestätigen. Ist er nicht erreich­bar, informiert man den Veranstalter in Deutsch­land per Mail oder Telefon, ebenfalls unter Zeugen. Das Hotel ist nicht zuständig.

          Dieses Special ist erst­mals am 19. Februar 2014 auf test.de erschienen. Es wurde seitdem regel­mäßig aktualisiert, zuletzt am 8. Oktober 2019.

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