Rück­forderung von Steuern und Gebühren: Viel Geld kommt nicht zurück

Wer einen Flug nicht antritt, kann Steuern und Gebühren von der Air­line zurück­fordern. Wir haben geprüft, ob und wie es funk­tioniert.

Nicht stornier­bar. Fast alle Fluggesell­schaften bieten Billigtarife an, die nicht storniert werden können. Das heißt: Wer nicht fliegt, soll kein Geld zurück­bekommen.

Steuern und Gebühren zurück an den Kunden. Air­lines erheben bei der Buchung aber zusätzlich zum Flugpreis Steuern und Gebühren, die sie an Behörden und Airports abführen müssen. Bei güns­tigen Tickets können sie höher sein als der reine Flugpreis. Fliegt der Kunde nicht, hat er Anspruch auf voll­ständige Erstattung dieser Steuern und Gebühren.

Wir haben es versucht. Wir haben bei allen Anbietern im Test je einen nicht stornier­baren Flug gebucht und später die Steuern und Gebühren für das nicht genutzte Ticket zurück­gefordert. Sechs Flugportale verwiesen den Antrag­steller an die Air­line: Check24, Eboo­kers, Fluege.de, Flug.de, Flug­laden, McFlight. Flug24 teilte mit, dass sich der Antrag nicht lohne, da die Air­line eine Gebühr von 15 Euro und das Portal von 50 Euro erhebe.

Ryanair zahlt nicht. Bei den Air­lines sah es besser aus – außer bei Ryanair, die eine Erstattung ablehnte. Easyjet und Airberlin zahlten allerdings nicht viel, da sie eine Gebühr von 18 beziehungs­weise 25 Euro abzogen. Juristisch noch nicht endgültig geklärt ist, ob die Air­lines für die Bearbeitung eine Gebühr kassieren dürfen und ob sie nicht auch die reinen Flug­kosten erstatten müssen.

Tipp: Ein Muster­brief der Verbraucherzentralen für die Rück­forderung steht auf vzb.de/musterbrief-flugstorno.

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