Beim Buchen eines Fluges im Internet dürfen Neben­leistungen wie eine Reiser­ücktritts­versicherung nicht auto­matisch mitverkauft werden. Der Verbraucher muss solche Leistungen ausdrück­lich hinzubestellen, sie dürfen nicht voreinge­stellt sein, entschied der Europäische Gerichts­hof (Az. C-112/11). Das Urteil stellt klar, dass die entsprechende EU-Verordnung nicht nur für Fluggesell­schaften, sondern auch für Flug­vermittler bindend ist. Geklagt hatte der Verbraucherzentrale Bundes­verband (vzbv) gegen den Reise­vermittler eboo­kers. Wer bei eboo­kers einen Flug buchte, bekam eine Aufstellung aller Kosten, einschließ­lich einer Reiser­ücktritts­versicherung. Wer diese nicht wollte, musste sie wegklicken. Fakultative Zusatz­kosten müssen aber, so das Gericht, „auf klare, trans­parente und eindeutige Art und Weise am Beginn jedes Buchungs­vorgangs mitgeteilt werden“ und, wenn gewünscht, aktiv hinzugebucht werden.

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