Seit Jahren kritisiert die Stiftung Warentest mangelnde Preis­trans­parenz beim Internetportal www.fluege.de. Jetzt hat das Ober­landes­gericht Dresden das Unternehmen nach einer Klage des Deutschen Verbraucherschutzvereins verurteilt, in der Treffer­liste nur noch Flüge mit Endpreisen anzu­zeigen, die Kunden mit gebräuchlichen Zahlungs­mitteln bezahlen können. Bisher galt der ange­zeigte Preis nur für Zahlungen mit Fluege.de-MasterCard Gold oder Visa Electron. Das Portal muss zudem mindestens eine gängige Zahlungs­möglich­keit anbieten, für die keine Zusatz­kosten entstehen – etwa Über­weisung, Last­schrift oder Paypal (Az. 14 U 1489/14). Das Urteil ist noch nicht rechts­kräftig. Fluege.de hat sein Buchungs­system, so unsere Stich­probe Mitte März, nicht verändert. Aufschluss­reich ist eine Pressemeldung des Portals: „Das Service-Entgelt ist für Reisebüros im Flug­geschäft generell die wichtigste und häufig einzige Einnahme­quelle.“ Unser Tipp: Buchen Sie immer direkt bei der Air­line.

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