Flugausfall wegen Vulkanausbruch Meldung

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Auf Island schleudert wieder ein Vulkan Asche in die Luft. Die Aschewolke hat inzwischen Europa erreicht. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen. Doch Fluggesellschaften dürfen ihre Passagiere nicht im Stich lassen. Bei Verspätungen haben sie sich um Unterkunft und Verpflegung zu kümmern und bei Ausfällen den Ticketpreis zu erstatten. test.de erklärt die wichtigsten Regeln.

Höhere Gewalt

Ein Vulkanausbruch ist höhere Gewalt. Wer deswegen eigenmächtig von seiner Reise zurücktritt, hat keinen Anspruch auf Leistungen der Reiserücktrittsversicherung. Zurzeit handeln Air Berlin und Lufthansa und Air Berlin aber kulant. Passagiere von abgesagten Flügen können bei den Gesellschaften kostenfrei stornieren oder umbuchen. Auf innerdeutschen Strecken können Passagiere ihr Flugticket gegen eine Fahrkarte der Deutschen Bahn eintauschen. Die Bahnfahrkarten bekommen sie allerdings nur am Ticketschalter der jeweiligen Fluggesellschaft.

Anspruch auf Betreuung

Einen Anspruch auf die bis zu 600 Euro Entschädigung, die laut EU-Fluggastrechteverordnung bei Annullierung oder Überbuchung von Flügen zu zahlen sind, haben von Vulkanasche Betroffene nicht. Bei Verspätungen haben Passagiere jedoch Anspruch auf Betreuungsleistungen wie angemessene Verpflegung, Hotelunterbringung und zwei unentgeltliche Telefonate, Faxe oder E-Mails.

Pauschalreisende haben Anspruch

Für Pauschalreisende gelten andere Regeln. Sie haben in jedem Fall Anspruch auf Entschädigung, wenn sie ihr Ziel erheblich später als geplant erreichen. Die Höhe der Entschädigung hängt allerdings vom Reisepreis ab. Bei kurzen Reisen und großer Verspätung kann auch angemessen sein, die Reise komplett abzublasen und Erstattung des kompletten Preises zu fordern. Verantwortlich ist nicht die Fluggesellschaft, sondern der Reiseveranstalter.

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