Flug gestrichen Meldung

Fluggesellschaften reden sich oft nur heraus, wenn sie behaupten, sie mussten einen Flug wegen eines technischen Defekts streichen. Die Airlines vermeiden so Ausgleichszahlungen an ihre Kunden. Das ist das Ergebnis einer kleinen Anfrage von FDP-Bundestagsabgeordneten an die Bundesregierung.

Die Antwort der Regierung nimmt Bezug auf Zahlen des Luftfahrtbundesamtes: Danach lag nur bei einem Fünftel der Beschwerden über einen wegen technischen Defekts gestrichenen Flug tatsächlich so ein Defekt vor.

Kann die Fluggesellschaft keine außergewöhnlichen Umstände als Grund für die Absage eines Fluges nennen, haben Fluggäste einen Anspruch auf Ausgleichszahlung. Je nach Flugentfernung stehen dem Fluggast dann zwischen 250 und 600 Euro zu.

Seit 2005 hat das Luftfahrtbundesamt rund 5 500 Beschwerden von Fluggästen geprüft. 57 Prozent der Beschwerden behandeln eine Flugannullierung. Fast immer beruft sich die Airline auf „außergewöhnliche Umstände“, vor allem auf einen „technischen Defekt“.

Die Fluggastverordnung lädt dazu ein, Ansprüche von Fluggästen erst einmal abzulehnen. Denn droht der Airline ein Bußgeld, kann sie dieses mit einer nachträglichen Ausgleichszahlung abwenden.

Tipp: Die Beschwerdestelle des Luftfahrtbundesamtes erreichen Sie unter Telefon 05 31/2 35 51 00 oder www.lba.de.

Dieser Artikel ist hilfreich. 365 Nutzer finden das hilfreich.