Flüssigkeiten im Handgepäck Meldung

Eigentlich wollte die EU die Regeln für die Mitnahme von Flüs­sig­keiten im Hand­gepäck lockern. Doch mehrere Länder weigerten sich, die neuen Regeln anzuwenden. test.de sagt, wer trotzdem Flüs­sig­keiten mitnehmen darf.

Änderungen gestoppt

Wenn Fluggäste in einem außereuropäischen Duty-Free-Shop Flüssigkeiten kaufen, dann wandern diese Parfums und Alkoholika beim Umsteigen auf einem EU-Flughafen in den Müll. Das wollte die EU-Kommission ändern. Doch einige Länder widersetzten sich der neuen Regelung. Darunter waren Großbritannien, Frankreich und Italien. Die Folge wären unterschiedliche Regelungen je nach Mitgliedsland gewesen: Beispielsweise ein Reisender von Kapstadt nach Berlin hätte bei der Zwischenlandung in London oder Paris seine zollfreien Einkäufe abgeben müssen. Beim Umsteigen in Frankfurt hätte er sie aber mitnehmen dürfen. Dieses Verwirrspiel bleibt den Passagieren nun erspart.

Wenige Ausnahmen

Nun gilt weiterhin die seit fünf Jahren bestehende Begrenzung für Flüssigkeiten an Bord. Fluggäste in der EU dürfen nur unter folgenden Bedingungen Flüssigkeiten mitnehmen: Sie sind abgefüllt in 100-Millilitern-Behältern, insgesamt nur einen Liter, verpackt in transparenten Beuteln. Einkäufe aus Duty-Free-Shops innerhalb der EU dürfen Passagiere jedoch weiterhin mitnehmen. Auch in größeren Mengen. Einziger Lichtblick: Reisende aus Kanada, Kroatien, Singapur und den USA dürfen bereits heute Kosmetika und Spirituosen aus dortigen Duty-Free-Läden im Handgepäck mitbringen. Hintergrund: Diese Abflugländer haben der Europäischen Kommission ausreichende Sicherheitsmaßnahmen an den Flughäfen nachgewiesen. Für alle anderen Reisenden hält EU-Verkehrskommissar Siim Kallas einen schwachen Trost parat: Ab 2013 möchte die EU-Kommission das Verbot von Flüssigkeiten an Bord komplett aufheben.

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