Was passiert mit den Kunden­daten einer Firma, wenn diese insolvent ist und Unter­nehmens­teile einzeln verkauft wurden? Dürfen die Daten dann ohne ausdrück­liche Zustimmung der Kunden über­tragen werden? Diese Frage möchte die Verbraucherzentrale (VZ) Sachsen im Zusammen­hang mit der Pleite des Internetunternehmens Unister gericht­lich klären lassen. Sie hat beim Land­gericht Leipzig Klagen gegen den Unister-Insolvenz­verwalter Lucas Flöther und den neuen Betreiber von Fluege.de, die Invia Flights Germany, einge­reicht. Die VZ bemängelt: Die Kunden wurden zwar vor der geplanten Daten­über­tragung per E-Mail informiert. Doch nur wer aktiv wider­sprochen hat, konnte seine Daten­weitergabe verhindern. Haben Kunden nicht auf die E-Mail reagiert, wurde dies als Zustimmung gewertet. Michael Hummel, Justiziar der VZ Sachsen, sagt: „Dieses Vorgehen halten wir für rechts­widrig.“

Dieser Artikel ist hilfreich. 8 Nutzer finden das hilfreich.