Flüge Meldung

Wer trotz Buchung auf dem Boden bleiben muss, wird entschädigt.

Bis zu 600 Euro Entschädigung können künftig Fluggäste verlangen, die wegen Überbuchung ihres Fliegers am Boden bleiben müssen. Darauf haben sich die Verkehrsminister der Europäischen Union (EU) geeinigt.

Rund 250 000 Fluggäste pro Jahr dürfen ihren regulär gebuchten Flug nicht antreten, weil Fluggesellschaften ihre Maschinen überbuchen. Wenn die Fluggesellschaften ihre Gäste künftig trotz gültiger Buchung nicht an Bord nehmen, müssen sie auf Kurzstrecken (bis zu 1 500 Kilometer) 250 Euro Entschädigung zahlen. 400 Euro müssen die Fluglinien berappen, wenn der Zielflughafen 1 500 bis 3 500 Kilometer entfernt liegt. Für längere Distanzen ist ein Schadenersatz von 600 Euro fällig.

Zudem haben die EU-Minister die Rechte der Fluggäste bei annullierten und verspäteten Flügen erweitert: In einem solchen Fall dürfen die Fluggäste entscheiden, ob sie einen Flug zu vergleichbaren Bedingungen oder ihr Geld für das Ticket zurückhaben wollen.

Das Europäische Parlament muss der Vereinbarung noch zustimmen. Sie tritt im laufenden Jahr in Kraft und gilt für Reisen von EU-Flughäfen aus sowie für Flüge aus Drittstaaten, die von EU-Reisegesellschaften organisiert sind.

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