Angesichts steigender Zinsen auf dem Kapitalmarkt wundern sich viele Sparer: Parallel dazu fallen die Börsenkurse ihrer festverzinslichen Wertpapiere. Auch Ren­tenfonds kämpfen mit Verlusten. Der Grund ist einfach: Neukäufer erwerben lieber die frisch emittierten, höher verzinslichen Titel. Papiere mit geringerem Zins müssen daher einen Abschlag vom Nennwert hinnehmen. Für Anleger, die ihre Titel bis zum Laufzeitende halten, spielt das aber keine Rolle: Sie bekommen zum Stichtag den vollen Nennwert zurück. Nur wer jetzt vorzeitig aussteigt, macht Einbußen.

Als Alternative werden Floater angeboten. Denn Finanzmarktexperten rechnen mit weiteren Zinsanhebungen. So geht die Commerzbank bei zehnjährigen Bundesanleihen von einem Renditeanstieg um 0,9 Prozentpunkte auf 5 Prozent bis Ende 2004 aus. Bei Floatern orientiert sich der Zins meist am Euribor, dem Zinssatz, zu dem Banken untereinander Geld leihen.

„Doch liquide Angebote mit erstklassiger Bonität sind selten und die Renditen bescheiden“, erklärt Commerzbank-Volkswirt Christoph Balz. Für Kleinanleger kommt am ehesten der vom Bund emittierte Floater infrage: Laufzeit bis 20. September 2004, ISIN: DE 0001134948, Kupon 0,25 Prozentpunkte unter dem Dreimonats-Euribor. Nachteil: Das Papier wirft derzeit nur 1,887 Prozent Rendite ab. Da sind die Tagesgeldzinsen vieler Banken günstiger.

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