Flirt-fever.de Meldung

Die Betreiberin der Internet-Singlebörse www.flirt-fever.de, die Firma Prebyte Media GmbH, muss einem Kunden wegen mangelhafter Vertragsbestimmungen die Gebühr von 72 Euro erstatten. Das hat das Amtsgericht München entschieden (Az. 262 C 18519/08).

Ein Jugendlicher hatte sich bei flirt-fever.de angemeldet. Weil der Junge minderjährig war, kam kein wirksamer Nutzungsvertrag zustande. So konnte er die von Prebyte abgebuchten 72 Euro zurückverlangen.

Das Gericht gab dem Kunden aber noch aus einem anderen Grund recht: Prebyte hatte im Vertragsdickicht versteckt, dass die günstige Probemitgliedschaft nach kurzer Zeit in eine teurere Mitgliedschaft übergeht und sich automatisch verlängert.

Gelernt hat Prebyte aus dem Urteil nichts. Die Hinweise zum Übergang in eine teure Mitgliedschaft und zur automatischen Verlängerung sind nach wie vor undeutlich, sodass sich womöglich auch andere Kunden vor Gericht gegen die Prebyte durchsetzen können.

Tipp: Hat sich Ihr Kind ohne Ihr Wissen bei flirt-fever.de angemeldet, können Sie bei Prebyte die Genehmigung des Vertrags verweigern und bei Ihrer Bank der Abbuchung widersprechen.

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