Flex­strom Meldung

Der insolvente Stromanbieter Flex­strom liefert seit Ende letzter Woche keinen Strom mehr. test.de erklärt, was das für Kunden bedeutet – und was sie jetzt am besten tun sollten.

Als erstes Netz­betreiber kündigen

Flex­strom kann nicht mehr liefern. Seit Freitag, 19. April, bekommen die Kunden ihren Strom nicht mehr von dem in die Insolvenz gegangenen Unternehmen. Die vier über­regionalen Netz­betreiber 50Hertz Trans­mission, Amprion, Tennet TSO und Trans­netBW haben ihre Verträge mit dem Unternehmen frist­los gekündigt, erklärte der vorläufige Insolvenz­verwalter Christoph Schulte-Kaubrügger. Die Kunden bekommen aber lückenlos weiter Strom. Das läuft im Wege der so genannten Ersatz­versorgung des örtlichen Grund­versorgers. Oft sind das die jeweiligen Stadt­werke. Sie über­nehmen auto­matisch die Strom­versorgung. Betroffene Strom­kunden werden in den nächsten Tag Post des Versorgers erhalten, der über die Einzel­heiten informiert. Darin stehen Infos über den Preis und die Kündigungs­fristen. Häufig informieren die Grund­versorger auch über alternative Tarife, die güns­tiger sind als die Ersatz­versorgung.

Einen neuen Anbieter finden

Betroffene Kunden sollten jetzt bei Flex­strom kündigen, am besten per Einschreiben. Monatliche Abschlags­zahlungen können sie stoppen. Wer Flex­strom eine Einzugs­ermächtigung erteilt hat, sollte sie widerrufen. Die Ersatz­versorgung dauert längs­tens drei Monate. In dieser Zeit können Kunden jeder­zeit wechseln, ohne Kündigungs­frist. Nach Ablauf der drei Monate gilt die normale Grund­versorgung mit zwei Wochen Kündigungs­frist. Güns­tige Anbieter finden Kunden über Vergleichsportale. Ausführ­liche Informationen zum Anbieter­wechsel bietet das Special So klappt der Wechsel.

Insolvenz­verwalter strebt Sanierung an

Insolvenz­verwalter Schulte-Kaubrügger hat erklärt, er habe Kontakt zu potenziellen Investoren aufgenommen. Ziel sei es jetzt, Flex­strom zu sanieren. Aus seiner Sicht sei dies möglich. Die etwa 700 Mitarbeiter erhielten bis 30. Juni 2013 Insolvenzgeld.

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