Flexstrom Meldung

Die Firma Flexstrom muss den versprochenen Neukundenbonus auch Kunden zahlen, die nach zwölf Monaten kündigen.

Urteil: Das Landgericht Heidelberg hält der Firma Flexstrom „versuchte Bauernfängerei“ vor, weil sie Stromkunden den versprochenen Neukundenbonus verweigerte (Az. 12 O 76/10 KfH). Das ist vertragswidrig, entschieden die Richter. Flexstrom hat Berufung eingelegt.

[Update: 26.04.2011]: Flexstrom hat die Berufung zurückgenommen. Das Urteil des Landgerichts Heidelberg ist jetzt rechtskräftig.

Neukundenbonus: Flexstrom warb mit einem kräftigen Bonus um Stromkunden. Auf Online-Tarifrechnern wie Verivox unterbot die Firma so den Preis vieler anderer Versorger. Den Bonus wollte Flexstrom nach zwölf Monaten Lieferzeit zahlen und mit der ersten Jahresrechnung verrechnen.

Preiserhöhung: Viele Kunden kündigten zum Ende des ersten Jahres, weil Flexstrom überraschend den Preis erhöhte. Den Neukundenbonus erhielten sie daraufhin nicht. Flexstrom berief sich auf ihre seit Juli 2009 gültigen Geschäftsbedingungen. Dort steht: „Der Bonus entfällt bei Kündigung innerhalb des ersten Belieferungsjahres.“ Um das Geld zu bekommen, müssten Flexstrom-Kunden zwei Jahre ihren Strom beziehen. Das sah das Gericht anders.

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