Fast täglich beschweren sich Kunden über Flex­strom AG und Flexgas GmbH, berichten die Verbraucherzentralen (VZ) Nieder­sachsen und Nord­rhein-West­falen. Jahres­rechnungen und die Erstattung von Guthaben würden sich teils monate­lang verzögern. Laut Gesetz müssen Anbieter bis sechs Wochen nach Ende der Abrechnungs­zeit oder der Lieferbeziehung eine Rechnung stellen. Die VZ Nord­rhein-West­falen hat Flex­strom AG abge­mahnt, jetzt will sie Klage erheben. Das hat die VZ Berlin bereits getan: Flex­strom stellte Neukunden einen Aktions­bonus nach zwölf Monaten in Aussicht. Aber Kunden, die zum Ablauf der zwölf Monate Mindest­lauf­zeit kündigten, verweigerte Flex­strom den Bonus mit Verweis auf eine Vertrags­klausel. Die ist ­intrans­parent und benach­teiligt Kunden entgegen Treu und Glauben, so das Land­gericht Berlin (Az. 16 O 640/11, nicht rechts­kräftig). Flex­strom betont, es gebe auch anders­lautende Urteile, seit Sommer 2011 gelte eine neue Klausel. Beschwerden gibt es auch über andere Anbieter. Die VZ Baden-Württem­berg berichtet, Löwenzahn Energie, eine Flex­strom-Tochter, werbe mit billigen Preisen, erhöhe aber nach Vertrags­schluss teils um 100 Prozent. Die VZ NRW klagt gegen die Extra Energie GmbH wegen verspäteter Guthaben­erstattung.

Tipp: Aktuelle Hinweise, worauf Sie bei der Auswahl eines güns­tigen Anbieters achten sollten und welche Fall­stricke bei Vergleichs­portalen lauern, finden Sie unter www.test.de/thema/stromtarife.

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