Tipps

  • Flexibel bleiben. Nutzen Sie das ­zunehmende Angebot flexibler Dar­lehen. Variable Raten und Sondertilgungsrechte gibt es heute bei vielen Banken kostenlos oder gegen einen geringen Zinsaufschlag. Günstigster Anbieter im Test war in allen Varianten die Hannoversche Leben.
  • Vertrag. Ihr Sondertilgungsrecht ­sollte im Kreditvertrag präzise beschrieben sein. Achten Sie auf mög­liche Einschränkungen. Oft verlangen Banken eine Mindestsumme von ­beispielsweise 2 500 Euro pro Sonder­tilgung. Manche nehmen Sonder­zahlungen nur zu festen Terminen an.
  • Zinsbindung. Besonders attraktiv sind jetzt Kredite mit 15 oder 20 Jahren Zinsbindung. Sie sind kaum noch teurer als Zehn-Jahres-Darlehen. Und zehn Jahre nach Auszahlung haben Sie volle Flexibilität: Dann können Sie das Darlehen jederzeit mit einer Frist von sechs Monaten ganz oder teilweise zurückzahlen.

Zur Baufinanzierung allgemein:

  • Planen. Legen Sie zuerst fest, welche Finanzierung Sie brauchen: Wie viel Geld benötigen Sie, welche Rate können Sie zahlen und wie lange soll der Zins fest sein. Überlegen Sie auch, ob Sie die Rate nachträglich ändern lassen wollen. Lassen Sie sich von einer Verbraucherzentrale beraten. Sie erhalten dort auch Informationen zur staatlichen Förderung. Die ausführliche Beratung kostet 100 bis 150 Euro.
  • Vergleichen. Geben Sie Ihren Finanzierungswunsch fest vor und lassen Sie sich von günstigen Instituten aus den aktuellen Finanztest-Vergleichen konkrete Angebote erstellen. Fragen Sie auch Ihre Hausbank und die Sparkasse sowie die Genossenschaftsbank vor Ort. Vergleichen Sie Angebote über den Effektivzins. Achten Sie auf zusätzliche Nebenkosten wie Schätzgebühren oder Bereitstellungszinsen.
  • KfW Förderbank. Erste Adresse für günstige Baukredite ist die staatliche KfW Förderbank. Für den Bau oder Kauf eines Eigenheims vergibt sie Kredite bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten. Besonders günstig finanziert die KfW Energiesparhäuser und eine energiesparende Modernisierung. Die Darlehen werden von fast allen Banken vermittelt. Infos erhalten Sie am KfW-Infotelefon (0 180 1/33 55 77) und unter www.kfw.de.
  • Bundesländer. Eine Reihe von Bundesländern bietet günstige Darlehen und Zuschüsse fürs Eigenheim, vor allem für Familien mit Kindern. Eine Übersicht über die aktuellen Förderprogramme erhalten Sie unter www.baufoerderer.de. Zuständig ist meist die Stadt- oder Kreisverwaltung.
  • Kommunen. Immer mehr Städte und Gemeinden vergeben günstige Kredite oder verbilligtes Bauland, um für Familien attraktiver zu werden. Eine Übersicht finden Sie unter www.aktion-pro-eigenheim.de zum Stichwort Familienförderung. Fragen Sie auch dann nach, wenn die Kommune, in der sie sich niederlassen wollen, nicht aufgeführt ist.
  • Baudenkmal. Wenn Sie ein Haus sanieren, das unter Denkmalschutz steht oder in einem Sanierungsgebiet liegt, erhalten Sie eine hohe Steuerförderung: Zehn Jahre lang erkennt das Finanzamt jeweils 9 Prozent der Sanierungskosten als Sonderausgaben an. Wichtig: Die Arbeiten dürfen erst nach Abschluss des Kaufvertrags beginnen.
  • Riester-Förderung. Für die Tilgung Ihres Darlehens können Sie als Bauherr oder Wohneigentümer künftig Zulagen und Steuervorteile wie für einen Riester-Sparvertrag bekommen. Finanztest liefert die Details zum Riestern für Bauherren und Immobilienkäufer.

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