Fledermäuse Meldung

Die insgesamt 30 europäischen Fledermausarten sind für den Menschen völlig harmlos. Umgekehrt ist das leider nicht der Fall: Alle 22 in Deutschland heimischen Arten sind vom Aussterben bedroht. Dabei sind sie ein wichtiger Bestandteil eines intakten Ökosystems: Sie jagen nachts Insekten und vertilgen Schädlinge. Der Mythos von bluttrinkendem Gruselmonstern, die bei Nacht über wehrlose Menschen herfallen, ist längst überholt.

Lediglich drei Fledermausarten in Süd- und Mittelamerika ­ die Vampirfledermäuse ­ haben sich auf Wirbeltierblut spezialisiert, die anderen begnügen sich mit Insekten. In Europa stehen durch den Einsatz von Insektiziden heute aber immer weniger insektenreiche Biotope für die harmlosen Fledermausarten zur Verfügung. Außerdem fehlt es vielerorts an ruhigen Schlupfwinkeln für die störungsfreie Aufzucht der Jungen und für die Winterruhe der Fledermäuse. Zum Schutz der kleinen bedrohten Flattertiere kann jeder etwas beitragen:

- Verwenden Sie möglichst keine Insektizide im Garten.

- Wenn Sie Fledermäuse in Schuppen oder Dachböden entdecken: Stören Sie die Tiere auf keinen Fall. Wie Sie sich dann verhalten sollen, erfahren Sie von Naturschutzverbänden, etwa dem NABU oder dem BUND.

- Vor dem Haus oder im Garten können Sie Fledermauskästen aufstellen, um zusätzliche Quartiere zu schaffen. Bauanleitungen und viele Infos rund um die Fledermaus finden Sie unter:

www.fledermausschutz.de
www.all-about-bats.net
www.batline.de

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