Flecken­entferner im Test: Nur wenige sind gut

Flecken­entferner im Test - Nur wenige sind gut

Flecken verursachen ist nicht schwer, Flecken entfernen dagegen oft sehr.

Pulver, Sprays, Flüssigseifen, Ultra­schall­stifte – sie sollen erfolg­reich Flecken entfernen. Doch der Test zeigt: Nur wenigen gelingt die Flecken­entfernung gut.

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Test Flecken­entferner im Test 08.07.2021
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Stiftung Warentest prüfte 20 Universalflecken­entferner

Schreck, Wut, Frust − Flecken auf der Wäsche können die Gefühle enorm aufwühlen. Vor allem wenn sie widerspenstig sind und sich dauer­haft als häss­liche Verfärbungen auf der schi­cken Bluse, der Lieblings­hose oder dem kürzlich gekauften Shirt abzeichnen. Erde, Rotwein, Lippen­stift − Hilfe gegen fiese Flecken verheißen Universalfleck­entferner in Form von Pulvern, Sprays, Flüssigseifen oder Gelen.

Pulver, Spray, Seife und Gel gegen Voll­wasch­mittel

Die Stiftung Warentest hat 20 Produkte gegen­einander antreten lassen und ihre Wirkung gegen Flecken auf Baumwolle und Polyester geprüft. Zudem mussten alle zeigen, wie sie im Vergleich zu einem guten Voll­wasch­mittel bei der Flecken­entfernung dastehen.

Das bietet unser Flecken­entferner-Test

Test­ergeb­nisse. Unsere erste Tabelle zeigt Bewertungen der Stiftung Warentest für 20 Universalfleck­entferner, darunter zwölf Flecken­sprays, Flüssig- und Gall­seifen, die vor der Wäsche in der Maschine angewendet werden sowie sieben Pulver und ein Gel, die zusammen mit einem Wasch­mittel in die Maschine kommen. Unsere zweite Tabelle zeigt Bewertungen für drei Fleck­entferner­stifte, die die Flecken mit Ultra­schall bekämpfen. Zu den getesteten Marken gehören Ace, Dr. Beck­mann, Sil, Vanish und Cleanmaxx.

Kauf­beratung und Tipps. Wir sagen, wie Sie am besten Flecken entfernen, ob ein gutes Voll­wasch­mittel­pulver zur Fleck­entfernung reicht und welche Produkte Farben gut schonen. Zusätzlich haben wir ausprobiert, wie gut Haus­mittel wie Zitrone, Salz, Natron und eine flüssige Hand­seife gegen frische Flecken wirken.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus 7/2021.

Der 4 100-Flecken-Test

Für die Unter­suchung haben die Tester 41 Fleck­arten auf Baumwoll- und Polyester­stoffe pipettiert oder gerieben, darunter Blut, Gras, Konfitüre, Make-up, Lippen­stift und Motoröl – insgesamt 4 100 Flecken. Nach einer Woche Trocken­zeit mussten die Mittel ran. Die Produkte werben oft damit, dass sie solch problematische Flecken aus der Kleidung entfernen können. Die Seifen und Sprays sind Vorbehand­lungs­mittel. Die Warentester trugen sie vor dem Waschen direkt auf den Fleck auf. Die Pulver und das Gel kamen ­jeweils zusammen mit einem flüssigen ­Color­wasch­mittel in die Maschine. Nach der Wäsche haben vier Experten jeden Fleck begut­achtet und bewertet.

Einge­trock­nete Flecken entfernen nur wenige gut

Der Test der Stiftung Warentest offen­bart: Universalfleck­entferner kann man sich oft sparen. Nur ein Flecken­spray und ein Fleckensalz schneiden gut ab. Allerdings hat der Anbieter des Fleckensalzes mitgeteilt, dass er die Rezeptur inzwischen geändert hat. Umso enttäuschender: Zehn Produkte schneiden befriedigend ab, sechs sind ausreichend und zwei sogar mangelhaft.

Video: Flecken­entferner im Test

Flecken entfernen. Unser Video zeigt, wie die Stiftung Warentest im Prüf­labor Flecken­entferner getestet hat – und welche Mittel dabei schlecht abge­schnitten haben.

Voll­wasch­mittel­pulver mit der besten Fleck­entfernung

Zum Vergleich haben die Prüfer auch ein gutes Vollwaschmittelpulver wie ein Fleckensalz zum Colorwaschmittel gegeben und damit alle 41 Test­flecken gewaschen. Tatsäch­lich wirkt es besser als jedes andere geprüfte Mittel, bleicht aber kräftig. Das ist gut gegen Schmutz, aber schlecht für Farben. Wer oft aus Buntem Flecken entfernen muss und sich den Farb­frust ersparen will, reinigt mit dem guten Flecken­spray schonender.

Drei Ultra­schall-Flecken­entferner im Test

Statt mit Chemie bekämpfen Fleck­entferner­stifte den Wäsche­schmutz mit Ultra­schall. Drei Stifte haben hat die Stiftung Warentest geprüft. Die Ultra­schall­stifte sind dafür gedacht, kleine Schmutz­stellen auf der Kleidung zu behandeln. Damit die Technik wirkt, muss der Fleck nass sein. Der Stift wird lang­sam über den Fleck geführt und erzeugt dabei Ultra­schall­wellen. Diese versetzen das Wasser in Schwingungen. Dadurch entstehen winzige Bläschen, die anschwellen, bis sie platzen. In der Folge lösen sich die Schmutz­partikel aus den Fasern. Soweit die Theorie. Weiter geht es mit der Praxis.

Die Ultra­schall­stifte kosten zwischen 20 und 75 Euro

Für den Test ausgewählt wurden zwei Ultra­schall Fleck­entferner­stifte mit Akku sowie ein Gerät, das nur mit Netz­kabel funk­tioniert. Die Preise liegen zwischen knapp 20 und 75 Euro. Die Stifte prüften die Tester mit den gleichen 41 Verschmut­zungen wie zuvor die Universalfleck­entferner.

Die Anwendung erfordert etwas Ausdauer

Wie von den Anbietern empfohlen, feuchteten die Prüfer jeden Fleck mit Wasser und einem Flüssig­wasch­mittel an. Eine Unterlage diente dazu, den gelösten Schmutz aufzusaugen. Aufrecht mit der Spitze nach unten strichen die Tester dann mit dem Stift mehr­fach gleich­mäßig und mit sanftem Druck über die verschmutzen Stellen. Die Prozedur erfordert etwas Ausdauer. Anschließend wurden die vorbehandelten Flecken in der Maschine mit einem flüssigen Color­wasch­mittel gewaschen.

Flecken durch die Stifte teils verschlimmert

Das Ergebnis: Nur einen von 41 Flecken entfernten alle drei Kandidaten gut – die Braten­soße. Ansonsten hagelte es für fast alle Verschmut­zungen durch­gängig die Testnoten Ausreichend und Mangelhaft. Erstaunlich: Zum Vergleich hatten die Prüfer alle Flecken auch unbe­handelt mit dem Color­wasch­mittel gewaschen. Das Mittel allein erzielte meist ähnliche, teils aber sogar bessere Ergeb­nisse. Vor allem auf Baumwolle scheinen die Stifte den von ihnen gelösten Schmutz zum Teil wieder in die Fasern einge­arbeitet und dadurch manche Flecken verschlimmert zu haben. Fazit des Tests: Die drei Ultra­schall­stifte sind mangelhaft.

Natron, flüssige Hand­seife, Salz, Zitrone gegen Flecken

Wenn Rotwein auf die Bluse oder Espresso auf die Tisch­decke kleckert, heißt es: Schnell reagieren. Denn frische Flecken lassen sich wesentlich leichter entfernen als getrock­nete. Hilft dabei ein Haus­mittel oder schafft das ein flüssiges Color­wasch­mittel allein besser? Das haben wir auf Baumwolle ausprobiert und an vier klassischen Alltags­flecken geprüft: Espresso, Gras, Pesto und Rotwein. Die Haus­mittel unserer Wahl: flüssige Hand­seife, Salz, Natron, Zitrone.

Den Fleck am besten sofort einseifen

Nur die flüssige Hand­seife erweist sich als wirk­samer Fleck­entferner. Damit vorbehandelt, sind die frischen Rotwein- und Grasflecken nach der Wäsche fast voll­ständig verschwunden. Gegen Espresso und Pesto wirkt die Seife zwar weniger kräftig, aber allemal besser als Colorwaschmittel allein. Auch die häusliche Konkurrenz hilft bei diesen Flecken nur wenig. Die mit Salz, Zitrone und Natron vorbehandelten Flecken waren nach dem Waschen noch deutlich sicht­bar.

Gute Chancen gegen Alltags­flecken

  • Beim Entfernen frischer Flecken kommt es darauf an, schnell und richtig zu reagieren. So gehen Sie am besten vor:
  • Tupfen Sie den frischen Fleck am besten gleich mit Küchen­papier ab. Das schmutzige Gewebe nicht reiben. Sonst arbeiten Sie den Fleck ein oder rauen den Stoff auf.
  • Legen Sie eine saug­fähige Unterlage unter das Textil und tupfen Sie es vorsichtig mit Wasser und etwas Seife ab.
  • Waschen Sie das Textil anschließend mit der Hand oder wie auf dem Pflege­etikett empfohlen in der Maschine.
  • Vorsicht bei eiweiß­haltigen Flecken wie Blut, Gras oder Kakao: Behandeln Sie diese immer zuerst mit kaltem Wasser. Bei ­Temperaturen über 40 Grad Celsius gerinnt Eiweiß und setzt sich im Stoff fest. Für Fettiges und viele andere Flecken ist Seife plus warmes Wasser aber okay.
  • Verzichten Sie auf Selbst­versuche bei schwierigen Flecken (etwa von gebrauchtem Motoröl) oder bei empfindlichen Textilien wie einer Seidenbluse. Oft verschlimmert sich dadurch der Fleck oder es bleiben häss­liche Ränder zurück. Bringen Sie solche Kleidungs­stücke besser gleich in die Reinigung. Informieren Sie die Profis, um welchen Schmutz es sich handelt. 

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