Flatrate Meldung

Der glanzvolle Siegeszug der Flatrate-Anbieter gerät ins Stocken. Immer mehr Anbieter haben Probleme, weil sie zu knapp kalkuliert haben.

So musste der Provider Surf1 beim Bitburger Amtsgericht Antrag auf vorläufige Insolvenzverwaltung stellen. Cisma stoppte im Sommer 2000 die Aufnahme neuer Kunden. Sonnet beschloss wegen massiver Einwahlprobleme, sich von allen Kunden zu trennen, die mehr als 15 Stunden täglich online sind.

Als Warnschuss vor einer Kündigung mahnte Medien Info-Center (MIC) Kunden ab, weil sie den Internetzugang zu lange genutzt hätten. Beide Provider (Sonnet und MIC) haben dann Mitte September ihren Flatrate-Tarif eingestellt, schreibt das Computermagazin ct.

Flatrate bedeutet Internet zum Pauschaltarif. Ein fester Monatsbetrag ­ und alles ist inklusive: Onlinezeit und Telefongebühren, egal wie lange der Kunde surft. Doch offensichtlich hatten die Kunden der genannten Anbieter die Leitungen länger genutzt, als die Anbieter es erwartet hatten.

Tipp: Flatrates ­ so eine Faustregel ­ lohnen sich ab einer monatlichen Onlinezeit von etwa 60 Stunden. Kapazität für viele Kunden bieten die großen Telefongesellschaften Mannesmann Arcor, Mobilcom und Telekom. Schließen Sie keine langfristigen Verträge ab, denn der Markt verändert sich schnell.

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