Flachbildfernseher von Penny Schnelltest

Penny will seine Kunden nicht länger in die Röhre schauen lassen. Der Discounter bietet seit Donnerstag mit einem 66 Zentimeter-Flachbildfernseher für rekordverdächtige 299 Euro die Chance zum Umstieg auf moderne Technik. Der Schnelltest klärt, ob sich der Billig-Fernseher sehen lassen kann.

Genug Format

66 Zentimeter Bildschirmdiagonale ist für die meisten Wohnzimmer völlig ausreichend. Potenzielle Kunden für den Penny-Fernseher gibt es damit reichlich. Bedient werden sie auf den ersten Blick anständig. Das Gehäuse des Luxor 268 ist längst nicht so schick wie teure Sony-Geräte oder gar Designerstücke a la Bang & Olufsen, wirkt aber mit seiner schlichten, schwarz glänzenden Vorderseite nicht billig. Auch Ausstattung und Anschlüsse sind soweit in Ordnung. VGA und DVI für den Anschluss von Computern fehlen allerdings. Ansonsten ist alles da bis hin zum optischen Digitalausgang für den Anschluss eines Surroundreceivers. Sogar ein spezieller Subwoofer-Anschluss ist an Bord. Scart und HDMI gibt es jeweils sogar doppelt.

Zügiger Suchlauf

Der erste kleine Mangel drängt sich schon vor dem Einschalten auf: Die Batterien in der Fernbedienung sitzen nicht richtig fest und klappern bei bestimmten Bewegungen. Sonst läuft alles wie gewohnt: Beim ersten Anschalten startet der Sendersuchlauf. Je nachdem, ob eine DVB-T-Antenne oder Analog-Kabel angeschlossen ist, muss der Benutzer die passende Suche von Hand aktivieren. Der Fernseher sortiert die Stationen gleich. Wer mag kann die Reihenfolge leicht und zügig seinen eigenen Bedürfnissen anpassen.

Bedienung ohne Probleme

Der Fernseher hat reichlich Funktionen und ist entsprechend kompliziert zu bedienen. Doch alle Menüs sind logisch aufgebaut und nachvollziehbar bezeichnet, so dass Fernsehzuschauer ihre Programme bald gut im Griff haben. Nicht so schön: Der Fernseher regiert auf Fernbedienungsbefehle recht träge.

Verzögerung beim Zappen

Insbesondere bei DVB-T-Empfang braucht auch das Zappen Geduld. Bis das neue Bild aufgebaut ist, vergeht störend viel Zeit. Bei Empfang von analogen Signalen über Kabel gehts etwas zügiger. Bei DVB-T-Empfang gibt eletronische Hilfe beim Navigieren. Bei jedem Kanalwechsel blendet der Fernseher alle verfügbaren Informationen zur aktuellen Sendung ein. Ungewöhnlich: Der Luxor-Fernseher aus dem Penny-Angebot bietet sogar eine Suchfunktion fürs EPG.

Kaum schlechter als Markengeräte

Auch bei der Bildqualität lässt sich der Discount-Fernseher nicht lumpen. Sowohl bei Analog- als auch bei DVB-T-Empfang ist das Bild bei weitem nicht perfekt, aber auch kaum schlechter als bei manchem zum Teil erheblich teureren Markengerät. Bei DVB-T produziert der Penny-Fernseher eher etwas mehr Störungen als Markengeräte, bleibt aber im Rahmen. Bei Anschluss eines Receivers, der den Fernseher über HDMI mit hoch-aufgelösten HD-Signalen versorgt, nehmen Schärfe und Detailreichtum noch etwas zu, gleichzeitig schleicht sich allerdings auch etwas Rauschen ins Bild. Wirklich störend ist das jedoch nicht. Insgesamt liefert der Fernseher aus dem Penny-Sonderangebot durchschnittliche Bildqualität. Im Verhältnis zum Preis liegt das Gerät damit ganz gut im Rennen.

Dünner Ton

Nicht weiter überraschend und genau wie bei fast allen Flachbildfernsehern gerät der Ton etwas dünn. Immerhin bleibt der Klang auch bei maximaler Lautstärke halbwegs sauber und frei von nervtötenden Verzerrungen. Für ordentliche Bässe fehlt es an Verstärkerleistung und Gehäusevolumen. Wer wirklich guten und lauten Ton haben will, schließt am besten eine Surroundanlage mit anständigen Lautsprecherboxen an. Auch ein Kabel zur Stereoanlage kann für deutliche besseren Ton sorgen.

Test: Fernseher

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