Flachbildfernseher von Penny Schnelltest

Ein moderner Flachbildfernseher zwischen Butter und Bier: Im Angebot bei Penny. Am Donnerstag, 2. April 2009. Für 399 Euro. Ist dies der passende Nachfolger für die klobige alte Röhre? Der Schnelltest klärt auf.

Leicht und flach

Ein großer Bildschirm und trotzdem kein Klotz. Der Flachbildfernseher von Penny ist nur 20 Zentimeter tief, 80 breit, 60 hoch. Mit Standfuß wohlgemerkt. Das Gehäuse selbst ist noch schlanker: Elf Zentimeter, mehr Tiefe braucht der SEG Arizona nicht. Der Fernseher wiegt nur zwölf Kilogramm. Leicht und schmal genug: Passt auch auf ein fipsiges Wandregal. Pluspunkt gegenüber der alten Röhre.

Digital und analog

Das Bild ist trotzdem groß. Sichtbare Bilddiagonale: 80 Zentimeter im Breitbildformat 16:9. Dazu Full HD mit einer Auflösung von 1 920  mal  1 080 Punkten. Ein bisschen Kinogefühl im eigenen Wohnzimmer. So scheint es zunächst. Ein DVB-T-Empfänger ist integriert. Der SEG Arizona empfängt neben analogen Fernsehsignalen also auch digitales Fernsehen via Antenne. Ohne Zusatzgerät.

Menü verwirrt

Die erste Ernüchterung folgt nach dem Aufbau. Der Fernseher sucht zunächst nach DVB-T-Programmen. Soweit so gut. Doch das Menü ist verworren. Die Anzeige unscharf. Nach analogen Programmen sucht der Fernseher erst, wenn der Suchlauf nach digitalen Programmen beendet ist. Die Prozedur ist umständlich. Zumindest für Laien. Der Fernseher arbeitet offenbar mit zwei verschiedenen Menüs. Das Menü für den digitalen DVB-T Empfang erscheint unscharf und langsam. Das Hauptmenü und die Untermenüs für Bild und Ton sind besser. Problem allerdings: Die Tasten zum Bestätigen und Navigieren wechseln von Menü zu Menü. Das ist ärgerlich und verwirrt.

Nicht Fisch, nicht Fleisch

Die Fernbedienung wirkt billig. Kleine fummelige Tasten und kein rechtes Konzept. Ausgerechnet die wichtigen Programmtasten PR+ und PR- gehen auf dieser Fernbedienung einfach unter. Kein Instrument für Opa. Wenn endlich ein Programm läuft, ist der Penny-Fernseher ebenso passabel wie unspektakulär. Das Bild ist durchschnittlich und flach. Nichts hebt sich wirklich positiv oder negativ ab.

Kontrast nimmt ab

Bei analogem Empfang sind die Bilder etwas flau und unscharf. Bei DVB-T-Programmen fehlt es an Kontrast. Außerdem neigt der SEG Arizona bei digitalen Programmen zur Klötzchenbildung. Linien und Gesichtskonturen erscheinen mitunter treppenartig gezackt. Ein Grundproblem beim digitalen Fernsehempfang. Deutlich schlechter wird das Bild für Zuschauer, die seitlich auf den Bildschirm schauen. Hier fehlt es an Kontrast. Der SEG Arizona ist deshalb kein Hit für den gemeinsamen Fußballabend mit dem Kegelverein.

Blechern und verfärbt

Traurig ist vor allem der Ton. Die eingebauten Lautsprecher klingen blechern. Manchmal scharf und verfärbt. Bässe fehlen vollkommen. Außerdem neigen die Lautsprecher bei bestimmten Frequenzen zum Dröhnen. Kurzum: Der SEG Arizona klingt lausig. Daran lässt sich auch kaum etwas ändern. Ein klassischer Audioausgang fehlt. Der SEG hat nur einen digitalen Audioausgang zum Anschluss an einen Surround-Verstärker mit Dekoder.

Stromverbrauch zu hoch

Beim Stromverbrauch ist der Fernseher von Penny nicht auf der Höhe der Zeit. Das Gerät braucht im Auslieferungszustand 150 Watt. Penny wirbt mit einem Stromverbrauch von 140 Watt. Wer damit auskommen will, muss die Hintergrundbeleuchtung im Menü (Backlight) reduzieren. Doch auch 140 Watt sind vergleichsweise viel. Moderne Flachbildfernseher in vergleichbarer Größe begnügen sich etwa mit 120 Watt. Auch im Standby-Betrieb liegt der SEG Arizona über dem Schnitt. Rund 1,1 Watt und kein Netzschalter: Das ist ein Buhpunkt.

Als Monitor passabel

Zum Schluss noch etwas positives: Der SEG Arizona lässt sich auch als Computermonitor nutzen. Ein VGA-Eingang ist vorhanden. Der Fernseher bietet hier viele Optionen. Er funktioniert als Zusatzmonitor oder als alleiniger Monitor. Die Auflösung lässt sich passend einstellen. Das geht mit der guten alten Röhre nicht.

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