Flachbildfernseher von Aldi Schnelltest

Medion Life P15015 (MD30329)

Medion Life P15015 (MD30329)

Schwarz und flach: Am Donnerstag, 28. Januar, verkaufte Aldi Nord einen LCD-Fernseher mit 81 Zentimetern Diagonale und integriertem DVB-T-Empfänger für 369 Euro. Ein Schnäppchen? Die Leser von test.de stimmten ab und entschieden: Das muss getestet werden. Hier die Ergebnisse.

Rosa Gesichter

Die Bildqualität des Flachbildfernsehers von Aldi ist im Vergleich zu anderen Geräten dieser Größe durchaus brauchbar. Einige Mängel gibt es aber: Die Farbe wirkt etwas rötlich, insbesondere Gesichter haben einen leichten Rosa-Stich. An dunklen Stellen verliert der Fernseher bisweilen Details. Auch der Kontrast ist etwas zu hart. Das Grundrauschen ist etwas höher als bei manch einem Gerät im höherpreisigen Segment. Insgesamt entspricht das Bild mit seinen Mankos jedoch in etwa dem Durchschnitt seiner Geräteklasse.

Im Ton Mittelmaß

Der Stereo-Ton ist durchschnittlich: eher mittenbetont und mit wenigen Bässen, was mit eingeschalteter Surround-Funktion auch nicht besser wird. Das geht fürs normale Fernsehen in Ordnung. Wer volleren Klang möchte, muss eine Stereo- oder Surround-Anlage anschließen.

Veraltetes Menü

Der Aldi-Fernseher hat zwei unterschiedliche Menüs für analogen und digitalen Empfang. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Das Menü für analogen Empfang ist aufgeräumt und selbsterklärend. Beim digitalen Empfang hingegen geht es etwas unübersichtlicher zu: Wer hier auf den Menü-Knopf drückt, um wie im analogen Menü zurück zu gehen, der verlässt gleich das gesamte Menü. Sehr nervig, befanden die Prüfer.

Fernbedienung, Anleitung und Co.

Insgesamt wirkt die Fernbedienung recht aufgeräumt und übersichtlich. Gewöhnungs­bedürftig ist die Anordnung der Tasten: Lautstärke und Programm­wechsel sind übereinander angeordnet, mit dem Steuerkreuz in der Mitte lässt sich die Lautstärke nicht ändern. Zappen im Analogmodus ist ausreichend schnell, im Digital­modus jedoch langsam. Mit der Anleitung lässt sich meist schnell die passende Lösung für ein Problem finden. Querverweise wären hier hilfreich gewesen, aber im Großen und Ganzen ist das Handbuch angemessen.

Besser richtig ausschalten

Der Anbieter gibt den Stromverbrauch mit 150 Watt im eingeschalteten Zustand und rund einem Watt im Standby-Betrieb an. Zum Glück ist der gemessene Verbrauch kleiner: 91 Watt im normalen Betrieb - das ist Durchschnitt. Die Standby-Leistung ist mit 0,7 Watt zwar niedriger als vom Anbieter angegeben, liegt aber dennoch eher im oberen Bereich der Geräteklasse. Immerhin: Ein Netzschalter an der Seite sorgt für das richtige Aus mit null Watt.

Brauchbarer PC-Monitor

Ein Computer lässt sich über den VGA-Anschluss anschließen. Bei der maximalen Auflösung von 1 360 x 768 Pixeln ist das Bild insgesamt brauchbar. Excel-Tabellen mit ihrer oft kleinen Schrift sind dann jedoch eher schlecht zu lesen. Bildparameter lassen sich manuell einstellen.

Fotos schnell, aber unscharf

Fotofreunde können sich über den USB-Anschluss Fotos auf den Fernseher holen, damit sich nicht immer die ganze Familie um den kleinen Monitor des Computers versammeln muss. Das Laden der Fotos geht recht schnell vonstatten. Die Qualität lässt allerdings zu wünschen übrig: Auf dem Flachbildfernseher von Aldi erscheinen Fotos unscharf. Geräte mit besserer Qualität finden Sie im Produktfinder: 423 Fernseher im Test.

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