Flachbild-TV von Penny Schnelltest

So leicht ist ein Fernseher selten zu haben. Nicht mal zehn Kilo wiegt der Karton mit dem 51 Zentimeter-Flachbildfernseher aus dem aktuellen Penny-Angebot. 269 Euro kostet das Gerät. Die Ausstattung ist entsprechend sparsam. DVB-T-Empfang ist nicht eingebaut und nur eine Scartbuchse wartet auf Anschluss. Im Schnelltest musste das Funai A-2500 genannte Gerät zeigen, ob es scharfe Bild und anständigen Klang liefert.

Faltblatt als Anleitung

Wenig Extras und Ausstattung haben auch einen Vorteil: Ruck-zuck ist alles ausgepackt und aufgebaut. Stecker in die Wand, Antennenkabel anschließen und schon gehts los. Das Faltblatt mit der Bedienungsanleitung nervt, weil Anfang und Ende und die jeweils passende Folgeseite schwer zu finden sind. Die Ausdrucksweise ist etwas umständlich, aber die Bedienung angesichts der überschaubaren Zahl an Funktionen und Einstellungen dennoch flott durchschaut.

Nur eine Scart-Buchse

Voraussetzung für sofortiges Fernsehen mit dem Funai A-2500: Das Bildsignal kommt entweder analog von einer herkömmlichen Antenne oder übers Kabelnetz. Wo nur noch Digitalfernsehen DVB-T zu haben ist, zeigt der Penny-Fernseher ohne Extra-Receiver gar nichts an. Mit Extra-Receiver allerdings lassen sich Videorekorder oder DVD-Spieler nur noch über FBAS- oder S-Video-Eingang anschließen. Nur eine einzige Scartbuchse steht zur Verfügung.

Verwaschene Bilder

Entscheidender Punkt bei jedem Fernsehertest ist die Bild- und Tonqualität. Ganz angenehm zunächst: die Farbwiedergabe. Selbst die bei anderen Flachbildschirmen oft grell überzeichneten Hauttöne gelingen dem Funai recht natürlich. Bei der Schärfe allerdings haperts: Das Bild sieht stets merkwürdig weich und verwaschen aus. Über Antenneneingang kommt zusätzlich noch leichtes Bildrauschen hinzu. Mutmaßlicher Grund für die Schwäche: ein Mangel an Auflösung. Das Funai-Display hat nur 640 mal 480 Bildpunkte. PAL-Fernsehbilder sind dagegen aus 576 sichtbaren Zeilen aufgebaut. Ein Verlust an Bildqualität ist bei Funai also fest eingebaut.

Dünner Ton

Noch etwas bescheidener fällt die Tonqualität aus. Genau wie andere Billig-Flachbildschirme schaffen auch die winzigen Lautsprecher im Funai-Fernseher keine tiefen Töne. Musik klingt dünnt und fiepsig. Sprache wird immerhin ausreichend laut und ist verständlich, klingt aber stets etwas nasal. Nachhilfe mit der Stereo-Anlage ist nicht möglich: Der Fernseher hat zwar einen Stereo-Eingang, aber keinen Ausgang.

Warten auf Videotext

Videotext kann der Funai-Fernseher zwar, erforderdert aber sehr viel Geduld. Der Speicher kann sich nur zwölf Seiten merken. Dadurch muss der Fernseher bei fast jedem Seitenaufruf neu nach den Daten suchen. Wer sich schnell informieren will, wird sich über den Videotext vom Penny-Fernseher ziemlich ärgern.

test-Kommentar: Punktspiel
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick

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