Fitness­studios Schwangere und Kranke dürfen kündigen

Fitness­studios - Schwangere und Kranke dürfen kündigen

Das ist frech: Trotz klarer Vorgaben der Ober­landes­gerichte und des Bundes­gerichts­hofs verweigern etliche Betreiber von Fitness­studios Schwangeren und Kranken das Recht zur Kündigung. Das berichtet die Verbraucherzentrale Meck­lenburg-Vorpommern. Sie hat einige Stich­proben gemacht.

Manche Studio­betreiber wollen ihren Kunden nur eine Pause gewähren, in denen diese keine Beiträge zahlen müssen. „Das reicht nicht“, sagt Joachim Geburtig, Mitarbeiter der Beratungs­stelle in der Verbraucherzentrale Rostock. Schwangerschaften und Krankheiten, die Sport für längere Zeit unmöglich machen, sind ein Grund, der Kunden zur vorzeitigen Kündigung berechtigt.

Die Verbraucherzentrale Meck­lenburg-Vorpommern geht jetzt gegen Studios vor, die keine Kündigung akzeptieren. Wenn sie ihre Bedingungen nicht ändern, wollen die Verbraucherschützer vor Gericht ziehen.

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JGeburtig am 19.11.2014 um 10:57 Uhr
LG Rostock 3 O 528/14 (2) - Fitness-Studio

LG Rostock zu Fitness-Studio-Verträgen, Urteil v. 07.11.2014 Az. 3 O 528/14 (2)
Die Verbraucherzentrale Mecklenburg – Vorpommern e.V. hat durch Klage gegen ein Fitness-Studio beim Landgericht Rostock nachfolgende Entscheidung errungen.
Der Beklagte wird verurteilt.., es zu unterlassen, die nachfolgende oder mit dieser inhaltsgleichen Bestimmung in Fitness-Studio-Verträgen mit Verbrauchern zu verwenden sowie sich auf die Bestimmung bei der Abwicklung dieser Verträge zu berufen:
„ 13. Vorübergehende kurze Sportuntauglichkeit bis zu einem Monat entbindet nicht von den Verpflichtungen aus diesem Vertrag. Bei voraussichtlich längerer Sportuntauglichkeit ist ein entsprechendes ärztliches Attest, spätestens eine Woche nach Beginn der Sportuntauglichkeit, aus dem sich die voraussichtliche Ausfalldauer ergibt, vorzulegen. In diesem Fall verlängert sich die Mitgliedschaft entsprechend der gewährten Auszeit. Dies entbindet das Mitglied jedoch nicht von seinen Zahlungsverpflichtungen.“