Die Vertragsbedingungen: Langwierig, teuer

Prüfen Sie den Vertrag auf juristische Fallstricke.

Fast alle Verträge, die unsere Tester mit den Fitnessstudios abgeschlossen haben, enthalten Klauseln, die die Kunden benachteiligen. Bei Holmes Place war die Benachteiligung durch die allgemeinen Geschäfts­bedingungen so stark, dass sie das test-Qualitätsurteil um eine Note nach unten drückte. Zwar haben rechtswidrige Klauseln keine Gültigkeit, doch im Zweifel müssen Kunden ihr Recht gegenüber dem Studio vor einem Gericht erstreiten. Das kann langwierig und teuer werden.

Nehmen Sie sich deshalb Zeit, vor Vertragsabschluss das „Kleingedruckte“ zu lesen. Lassen Sie sich nach Möglichkeit das Formular aushändigen und nehmen Sie es mit nach Hause. Achten Sie besonders auf einige kritische Punkte und verlangen Sie gegebenenfalls Streichungen oder Ergänzungen.

Darauf sollten Sie achten:

Das Fitnessstudio darf sich keine pauschalen und unzumutbaren Leistungsänderungen vorbehalten, die zum Beispiel die Öffnungszeiten oder die Verlegung der Trainingsräume betreffen.

Der Anbieter darf für einen laufenden Vertrag die allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht einseitig zum Nachteil des Kunden ändern.

Das Studio darf eine Haftung für Verletzungen auch im Falle eines geringen Verschuldens nicht begrenzen oder ausschließen.

Das Sportstudio darf das außerordentliche Kündigungsrecht nicht zulasten des Kunden einschränken. Gründe für eine vorzeitige Kündigung sind zum Beispiel eine dauerhafte Erkrankung (ärztliches Attest), Wohnortwechsel oder Schwangerschaft.

Klauseln, die dem Kunden verbieten, eigene Getränke in das Studio mitzubringen, sind unzumutbar. Die meisten Studios verzichten inzwischen auf eine solche Regelung. Im Test fanden wir ein absolutes Verbot nur noch bei Elixia in Hamburg.

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