Fitnessstudios Test

Den Rücken stärken, den Kreislauf ankurbeln und den Büroalltag vergessen: Fitnessstudios machen es möglich. Vor allem im Winter. Wenn Jogger und Radfahrer draußen frieren, lässt sich drinnen angenehm schwitzen. Viele Neueinsteiger brechen das Training aber bald wieder ab. Manchmal fehlt Motivation, oft fehlt Beratung. Im Test: sieben große Fitnessketten mit und ohne Kursangebot. Nur Kieser überzeugt. test.de sagt, wie Sie ein gutes Studio finden und gibt Tipps fürs Training.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Fitnesstudios

Zu wenig Betreuung

Sie heißen Injoy, Fitness Company, Kieser oder McFit: die großen Filialbetriebe der Fitnessbranche. Sie werden immer beliebter. Jeder vierte Fitnesskunde trainiert bereits bei einem Großanbieter. Kleine Studios kommen unter Druck. Vorteil der Ketten: lange Öffnungszeiten, viele Studios, viele Geräte. Wirklich fit sind die Fitnessketten aber noch nicht. Es fehlt an Betreuung. Neun Tester der Stiftung Warentest haben Probe geturnt. Undercover natürlich. Hauptkritik nach ausführlicher Inspektion: Die Trainer sind in den Studios nicht präsent genug. So werden Trainingsfehler oft gar nicht erkannt. Nur wer aktiv auf die Trainer zugeht und Unterstützung einfordert, bekommt die Betreuung, die er braucht.

Nur Kieser ist gut

Am besten funktioniert das bei Kieser Training. Hier gibt es eine gute Einführung und gute Trainingsbedingungen. test-Qualitätsurteil: gut, Note 2,4. Kieser bietet allerdings nur Krafttraining an. Zur Stärkung von Rücken und Gesundheit. Wer auf Ausdauer trainieren will, braucht ein Studio mit Laufband, Fahrrad, Crosstrainer und Stepper. Etwa Elixia. Hier gibt es viele Kraft- und Ausdauergeräte, Kurse und einen Wellnessbereich mit Sauna, Solarium und Massage. test-Qualitätsurteil: befriedigend, Note 2,7.

McFit am billigsten

Grundsätzlich gilt: Je aufwändiger das Studio, desto höher der Preis. Am billigsten ist das Training bei McFit. Jahresbeitrag: nur 210 Euro. Die Trainingsbedingungen sind gut. Es gibt Kraft- und Kardiogeräte. Nur die Trainer machen sich hier besonders rar. Duschen kostet 50 Cent. Die Räume sind einfach. Kurzum: McFit Studios haben etwa den Charme einer Lagerhalle. Ähnlich ist das bei Kieser und Eisenhauer. Hier gibt es nur Fitnessgeräte und Duschen. Keine Musik, keine Bar, keinen Wohlfühlbereich. Preis: 320 bis 440 Euro im Jahr. Vorteil: Die Preise sind transparent und für alle gleich.

Preise oft Verhandlungssache

Bei Elixia, Injoy, Fitness Company und Holmes Place sind die Preise dagegen verhandelbar. Die Testkunden zahlten zwischen 670 und 1 270 Euro im Jahr. Je nach Angebot und Verhandlungsgeschick. Wer den Besuch im Fitnessstudio mit einer Seelenmassage verbinden will, muss in jedem Fall tiefer in die Tasche greifen. Luxuriöse Studios mit Schwimmbad sind besonders teuer. Für den höheren Preis gibt es dann aber auch Kurse und Wellness satt.

Zwei von drei brechen ab

Das Training in der Gruppe kann ein wichtiger Motivationsfaktor sein. Einzeltraining wird für viele schnell zur lästigen Pflicht. Zwei von drei Studioneulingen brechen innerhalb der ersten sechs Monate wieder ab. Das kann an falschem Training liegen. Wer sich zu viel vornimmt, verliert den Spaß. Wer dagegen zu wenig tut, vermisst den Erfolg. Nur ein ausgewogenes Training macht fit und bringt Spaß. Hier sind gute Trainer gefragt. Sie sollten Leistungen und Trainingsplan regelmäßig kontrollieren. Die Tipps zeigen, worauf Neueinsteiger achten können.

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