Fitness­studio Meldung

Bittere Folge eines Umzugs in eine andere Stadt: für ein Fitness­studio zahlen, das viel zu weit weg ist.

Ein berufs­bedingter Umzug berechtigt Kunden von Fitness­studios nicht, vorzeitig aus einem Studio­vertrag auszusteigen. Das hat der Bundes­gerichts­hof (BGH) entschieden (Az. XII ZR 62/15).

Der Fall

Ein Zeitsoldat aus Hannover hatte einen Vertrag zur Nutzung eines Studios in Hannover unter­schrieben. Als die Bundes­wehr ihn in eine andere Stadt abkommandierte und er das Studio in Hannover nicht mehr nutzen konnte, kündigte er vor Ende der Vertrags­lauf­zeit. Das Studio sah keinen Kündigungs­grund und verklagte den Mann auf Zahlung offener Beiträge in Höhe von rund 720 Euro.

Das Urteil

Nach Ansicht der BGH-Richter fällt ein berufs­bedingter Wohn­ortwechsel in den Verantwortungs­bereich des Kunden. Er berechtige deshalb nicht zur außer­ordentlichen Kündigung. Anders ist es bei Krankheit und Schwangerschaft: Diese Umstände können Grund für eine außer­ordentliche Kündigung sein.

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