Fitness­studio Meldung

Fitness­training. Mitmachen kostet Geld – die Kündigung aber ist gratis.

Eine Kündigung darf einen Kunden nichts kosten. Das musste ein Fitness­studio im brandenburgischen Ebers­walde einsehen. Es hatte 39 Euro verlangt, wenn Sportler sich frist­gerecht von ihrem Vertrag lösen wollten. Die Verbraucherzentrale Brandenburg mahnte das Studio ab, das sich darauf­hin verpflichtete, künftig auf die Gebühr zu verzichten. Schon 2002 hat der Bundes­gerichts­hof solche Klauseln für unwirk­sam erklärt, damals bei einem Mobil­funkanbieter (Az. III ZR 199/01). Zwar entsteht durch eine Kündigung Arbeits­aufwand, etwa weil die Bearbeiter Beitrags­konten prüfen müssen. Diese Vorgänge bringen den Kunden aber keine Vorteile. Vielmehr liegen sie allein im Interesse der Firma. Sie darf dafür keine separate Gebühr verlangen – zumal sie die Kündigungs­kosten in die Kalkulation des Mitglieds­beitrags einbeziehen kann.

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