Fitness­armbänder Test

Sie zählen Schritte, messen die Herz­frequenz, errechnen den Kalorien­verbrauch – und sollen ihre Träger moti­vieren, aktiver zu leben: Fitness­tracker verkaufen sich blendend. Doch nur zwei von zwölf Fitness­armbändern im Test sind gut. Ausgerechnet das teuerste schneidet mangelhaft ab (Preise: 25 – 180 Euro).

Fitnessarmbänder 01/2016 - Herz­frequenz­messung über Brust­gurt

  • Garmin Vivosmart Hauptbild Garmin Vivosmart
  • Polar Loop Hauptbild Polar Loop

Fitnessarmbänder 01/2016 - Integrierte Herz­frequenz­messung

  • Fitbit Charge HR Hauptbild Fitbit Charge HR
  • Jawbone UP3 Hauptbild Jawbone UP3
  • Mio Fuse Hauptbild Mio Fuse
  • Samsung Gear Fit Hauptbild Samsung Gear Fit

Fitnessarmbänder 01/2016 - Ohne Herz­frequenz­messung

  • Fitbit Flex Hauptbild Fitbit Flex
  • Garmin Vivofit Hauptbild Garmin Vivofit
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TestFitness­armbändertest 01/2016
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Inneren Schweinehund mit tech­nischen Hilfs­mitteln besiegen

Fitness­armbänder sind begehrt. Markt­studien erwarten für 2015 rund 46 Millionen verkaufte Geräte welt­weit. Das Versprechen der Hersteller, den inneren Schweinehund mit tech­nischen Hilfs­mitteln zu besiegen, trifft offen­bar den Zeit­geist. Fitnes­stra­cker, wie die Armbänder auch heißen, sollen ihre Träger zu einem aktiven und gesunden Lebens­stil moti­vieren – und ihnen den Spiegel vorhalten, wenn sie das Bewegungs­soll an einem Tag noch nicht erfüllt haben.

Video: Test­durch­führung und Test­ergeb­nisse

Zwölf Modelle im Test

Wie gut das funk­tioniert, haben wir an zwölf Geräten getestet – sechs einfachen Modellen und sechs, die auch die Herz­frequenz messen. Zwar zählen alle Armbänder die Schritte der Nutzer, berechnen die zurück­gelegte Distanz und ermitteln den Kalorien­verbrauch. Die Ergeb­nisse sind aber oft unpräzise. Teils ist auch beim Daten­schutz noch Luft nach oben. Zwei Geräte sind mit Schad­stoffen belastet; sie enthalten erhöhte Mengen des Weichmachers DEHP. Ergebnis: mangelhaft. Nur zwei Armbänder schaffen das Urteil gut.

Nur beim Laufen und Gehen brauch­bare Ergeb­nisse

Selbst die besten Tracker liefern nur beim Laufen und Gehen brauch­bare Ergeb­nisse. Alltags­bewegungen wie Tisch abwischen oder Staubsaugen verfälschen die Resultate. Wer sein Armband beim Schwimmen, Tanzen oder Rudern trägt, sollte ebenfalls nicht auf aussagekräftige Daten hoffen. Kein Produkt im Test ermittelte auch nur annähernd die Distanz einer Fahr­radtour von zehn Kilo­metern.

Nur mit App

Wer wissen will, ob er sein Bewegungs­soll erfüllt hat, kommt mit dem Tracker alleine nicht weit. Zwar zeigen sieben Modelle die wichtigsten Daten auf einem Display oder einer LED-Matrix. Weitere Auswertungen liefert aber erst die App auf dem Smartphone, das sich über den Kurz­stre­cken­funk Bluetooth mit dem Band verbindet. Fünf Modelle sind so dürftig ausgestattet, dass Nutzer stets auf die App angewiesen sind.

Herz­frequenz­messung oft ungenau

Frei­zeit­sportler, die ihre Herz­frequenz kennen, trainieren, ohne sich zu über­anstrengen. Sechs der Fitness­armbänder ermitteln die Zahl der Herz­schläge pro Minute. Die meisten erfassen sie über Sensoren am Hand­gelenk; diesen Werten sollte man nicht vertrauen. Die Ergeb­nisse erweisen sich im Test als ungenau. Verlassen können sich Nutzer hingegen auf die Werte der Geräte in unserem Test, die mit Brust­gurt messen. Den Gurt gibt es allerdings nur gegen Aufpreis.

Daten gehen ins Netz

Fitness­armbänder selbst speichern Mess­ergeb­nisse meist nur ein paar Tage. Dauer­haft abruf­bar sind die Daten nur in der App. Hier kann der Nutzer auch Trainings­pläne anlegen oder Schlaf­analysen abrufen. Diese Informationen laden die Anbieter in die Cloud, also auf einen externen Speicher. Der Nutzer muss dafür ein Konto anlegen, das oft sein Alter, seine Größe und sein Gewicht enthält. Beim Schutz der Daten fällt Fitbit negativ auf: Wenn der Nutzer Freunde einlädt, über­trägt die App für Geräte mit Android-Betriebs­system sämtliche E-Mail-Adressen – ohne ihn zu informieren.

Schädliche Chemie im Armband

Da die Tracker rund um die Uhr getragen werden, sollten sie kaum zu spüren sein. Das ist nicht immer der Fall. Manche drücken, andere öffnen sich unbe­absichtigt, darunter die von Jawbone. Das größere Problem aber ist die Belastung mit dem Phthalat-Weichmacher DEHP, der die Fort­pflan­zungs­fähig­keit beein­trächtigen kann. Damit gefährden die Bänder die Gesundheit, statt sie zu fördern.

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