Besonderheit: Tintenfisch-Stäbchen

Fischstäbchen Test

Befriedigend

Wer in der Kühltruhe nach Fischstäbchen kramt, sollte genau hinsehen: In mancher Knusperhülle steckt Tintenfisch. Zwei solcher Besonderheiten, Trawler's Catch Calamari-Stäbchen von Netto (MHD 3/2009) und Frosta Piraten Stix (MHD 9/2008), nahmen wir unter die Lupe. Sie bestehen aus zerkleinertem Fleisch des „Dosidicus gigas“ oder Humboldtkalmars – eines bis 35 Kilogramm schweren Verwandten der Calmaretti, die man gegrillt vom Italiener kennt.

Zähes Fleisch

In der sensorischen Beurteilung konnten die Produkte nicht glänzen. Zwar haben beide eine sehr knusprige Panade, doch der Calamari-Inhalt war beim Netto-Produkt „leicht zäh und schwammig“, an den Piraten Stix gab es neben zähem Fleisch teilweise abgelöste Panade zu kritisieren. Einige der Stäbchen aus beiden Packungen rochen nach Ammoniak. Das ist kein Zeichen von Verderb, da diese Tintenfischart von Natur aus hohe Mengen enthält. Durch gute Verarbeitung ließe sich der Geruch aber entfernen.

Kadmium

Auch Verunreinigungen durch Kadmium in beiden Produkten sind durch gründliches Ausnehmen der Rohware vermeidbar. Wir fanden aber allenfalls rund zehn Prozent der zulässigen Höchstmenge. Tintenfisch reichert von Natur aus mehr davon an als Fisch. Bei Eiweiß und Fett gab es kaum Unterschiede.

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