Weniger fischen und dadurch mehr fangen – dieser Rat klingt zunächst kurios. Er ist aber das Ergebnis einer Studie des Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel. Die Forscher haben knapp 400 Fisch­bestände vom europäischen Nord­meer bis zum Schwarzen Meer unter anderem auf ihre Fang­menge und Erholungs­fähig­keit untersucht. Sie stellten fest: Ein nach­haltiger Fisch­fang käme nicht nur dem Ökosystem zugute, sondern könnte lang­fristig auch die Erträge steigern. Denn selbst über­fischte Fisch­bestände können sich erholen. Werden sie anschließend vorsichtig bewirt­schaftet, wären laut der Studie lang­fristig bis zu 200 Prozent höhere Erträge möglich.

Tipp: Wer beim Fisch­kauf auf Nach­haltig­keit achten will, kann sich beispiels­weise am MSC-Siegel für Wild­fisch orientieren oder am Natur­land- oder ASC-Siegel für Zucht­fische. Mehr zum Thema in unserem Ratgeber Fischkauf.

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