Siegel-Kunde: Bekannte Label auf Fisch: Was sie bedeuten

MSC

Fisch Special

Das Siegel der unabhängigen Organisation Marine Steward­ship Council zertifiziert Wild­fisch aus gesunden Beständen und umwelt­schonender Fischerei – alle Betriebe der Lieferkette, vom Fang bis zur Verpackung. Darunter sind auch deutsche Fischereien von Seelachs, Hering, Dorsch und Schell­fisch. Der MSC gibt übrigens keine eigenen Fang­quoten vor, sondern orientiert sich an den Quoten der EU.

asc

Fisch Special

Das Pendant zum MSC-Siegel für Zucht­fisch. Der Aquaculture Steward­ship Council hat eigene Stan­dards für bislang sieben Arten entwickelt. Dabei muss sich der Stand­ort der Aquakultur für Zucht­fische eignen. Die Wasser­qualität muss einge­halten, Antibiotika dürfen nur unter medizi­nischer Über­wachung für erkrankte Tiere angewendet werden. Fisch­mehl als Futter und gentech­nisch verändertes Soja verbietet das Siegel allerdings nicht. In Deutsch­land gibt es noch keine zertifizierten Farmen.

Geschützte geografische Angabe der EU

Fisch Special

In Deutsch­land dürfen aktuell der Glück­städter Matjes, die Schwarz­wald­forelle, der Oberlausitzer Biokarpfen, der Holsteiner Karpfen, der Fränkische Karpfen und der Aisch­gründer Karpfen das blau-gelbe EU-Herkunfts­siegel (g.g.A.) tragen. Es zeigt an, dass bei ihnen mindestens eine der Produktions­stufen – Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung – im Herkunfts­gebiet durch­laufen wird.

Bio

Fisch Special

Wild- wie Zucht­fische sind auch mit EU-Bio-Siegel oder mit den Siegeln der Verbände Bioland und Natur­land erhältlich. Bioland zertifiziert bislang allerdings nur Zucht­karpfen. Nur bei Zucht solch vegetarischer Fried­fische kann gänzlich auf Fisch­mehl und Fischöl aus Beifang verzichtet werden. Natur­land zertifiziert momentan auch zwölf deutsche Forellen­zucht­betriebe.

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