Was lange währt, wird endlich gut. Nach anhaltender Kritik von Finanztest und Verbraucherschutzverein hat die Internet-Bank First-e nun eine umstrittene Klausel in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) neu formuliert.

Bislang war es dem Unternehmen nach den AGB möglich, die Geschäftsverbindung mit dem Kunden ganz oder teilweise auf ein anderes Kreditinstitut zu übertragen. Der Knackpunkt dabei war, dass der Kunde unter Umständen erst nachträglich von Einschränkungen der Einlagensicherung erfahren und im Fall einer Bankpleite mindestens einen Teil seiner Ersparnisse verloren hätte.

Im Paragraph 1.3 der AGB heißt es nun, dass die Bank den Kunden "über solche Änderungen rechtzeitig vorher informieren wird". Er könne dann die Verbindung ohne Einhaltung einer Frist kündigen. Somit sei ausgeschlossen, dass es durch die Übertragung zu einer Verschlechterung der Einlagensicherheit kommt, ohne dass der Kunde vorher fristlos kündigen oder die Einlagen auf seinem Konto herabsetzen kann.

Hintergrund ist der beabsichtigte Zusammenschluss von First-e mit der spanischen Uno-e zur UnoFirst-Gruppe. Wird der Zusammenschluss von den Aufsichtsbehörden genehmigt, könnte die spanische Einlagensicherung gelten, die nur 20.000 Euro pro Anleger absichert. Bisher gilt für First-e die französische Einlagensicherung mit 70.000 Euro pro Anleger.

Tipp: Kommt es zu einer Fusion der beiden Banken, sollten Sie sich genau über die dann geltende Einlagensicherung informieren und sicherheitshalber die Einlagensumme entsprechend verringern.

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