Firmenwagen Meldung

Der Berliner Fotograf Axel Kull weist ab sofort mit einem Fahrtenbuch nach, wie oft er seinen Firmen-Pkw geschäftlich nutzt.

Selbstständige, die ihren Firmenwagen auch privat nutzen, sollten aufpassen. Wenn sie ihre Privatfahrten weiter mit 1 Prozent vom Listenpreis des Autos versteuern wollen, müssen sich viele umstellen.

Die Pauschalversteuerung kommt seit Januar 2006 nur noch für Freischaffende infrage, die ihren Firmenwagen mehr als 50 Prozent geschäftlich nutzen. Das können viele dem Finanzamt nur mit einem Fahrtenbuch nachweisen.

Wer jetzt mit der Aufzeichnung seiner Fahrten anfängt, hat aber ein Problem. Die 50-Prozent-Regelung, die der Bundesrat im April verabschiedet hat, gilt rückwirkend zum 1. Januar. Wie der Nutzungsnachweis für die Monate aussehen soll, die bereits vergangen sind, muss das Bundesfinanzministerium noch klären. Finanztest wird darüber berichten.

Ein handschriftliches Fahrtenbuch, in das Autofahrer ihre Fahrten erst einige Zeit später eintragen, müssen die Finanzämter nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs nicht anerkennen (Az. VI R 27/05). Auch elektronische Fahrtenbücher, die nachträgliche Änderungen zulassen, können die Finanzbeamten durchfallen lassen (Az. VI R 64/04).

Tipps: Beherzigen Sie beim Führen Ihres Fahrtenbuchs ein ganz neues Urteil vom Bundesfinanzhof (Az. VI R 87/04):

  • Machen Sie alle Eintragungen gleich zum Anfang und Ende jeder Reise im Fahrtenbuch und verzichten Sie auf Notizzettel.
  • Für Dienstfahrten notieren Sie das Datum, die Reiseroute, das Reiseziel, die aufgesuchten Kunden oder Geschäftspartner, den Zweck der Reise sowie den Kilometerstand am Anfang und Ende.
  • Mehrere Stationen einer Geschäftsreise können Sie zusammengefasst eintragen, wenn Sie die besuchten Kunden oder Geschäftspartner im Fahrtenbuch in der zeitlichen Reihenfolge der Besuche angeben.
  • Für alle Privatfahrten geben Sie am besten immer nur die Kilometerzahl in Ihrem Fahrtenbuch an.

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