Kein Glück beim Bundesfinanzhof (BFH) hatte ein Unternehmer, der den privaten Nutzen aus einem gebraucht gekauften Firmenwagen nicht mit 1 Prozent vom Listenpreis für Neuwagen versteuern wollte. Die 1-Prozent-Regelung verstößt nach Auffassung der Münchner Richter nicht gegen das Grundgesetz.

Alle, die weniger versteuern wollen, müssen deshalb auch künftig ihre Autokosten einzeln nachweisen und die geschäftlich und privat zurückgelegten Kilometer durch ein Fahrtenbuch belegen. Nur so können sie beweisen, dass der finanzielle Vorteil, den sie privat aus ihrem Firmenwagen ziehen, niedriger als 1 Prozent des Listenpreises ist. Der beim Bundesfinanzhof erfolglose Kläger hatte kein Fahrtenbuch vorgelegt. Ob er Verfassungsbeschwerde einreicht, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest (Az. III R 59/98). Eventuell ist hier also noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 512 Nutzer finden das hilfreich.