Firmenwagen Meldung

Arbeitnehmer, die einen Firmen­wagen mit einem Navigator auch privat fahren, sollten ihren Steuerbescheid offen halten. Denn der Bundesfinanzhof (BFH) muss klären, ob die private Nutzung des Navigators steuerpflichtig ist (Az. VI R 37/04).

Bislang müssen Arbeitnehmer für die private Nutzung des Firmenwagens monatlich 1 Prozent des Bruttolistenpreises des Fahrzeugs inklusive Navigator als Arbeitslohn versteuern. Nach Auffassung des Finanzgerichts Düsseldorf darf jedoch das Navigationsgerät nicht einbezogen werden (Az. 18 K 879/03 E).

Tipp: Hat Ihr Arbeitgeber im Jahr 2004 bei der 1-Prozent-Rechnung den Preis für den ­Navigator einbezogen, sollten Sie sich dies mitsamt den Kosten für das Gerät von ihm bescheinigen lassen. In einer Anlage zu Ihrer Steuererklärung berechnen Sie den Nutzungswert für den Firmenwagen neu und mindern Ihren steuerpflichtigen Bruttojahresarbeitslohn (Anlage N, Zeile 2) wie der Firmenwagenfahrer im folgenden Beispiel:

Kfz-Bruttolistenpreis inklusive Navigationsgerät: 60 000 Euro

Zu versteuern im Monat (1 % von 60 000 Euro): 600 Euro

Kfz-Bruttolistenpreis ohne Navigationsgerät: 55 000 Euro

Zu versteuern im Monat (1 % von 55 000 Euro): 550 Euro

Zu viel versteuert im Jahr:
12 Monate x 50 Euro = 600 Euro

Der Arbeitnehmer hat 600 Euro zu viel versteuert. Deshalb kann er in seiner Steuererklärung 600 Euro von seinem Bruttojahresarbeitslohn abziehen.

Lehnt das Finanzamt Ihre Rechnung ab, legen Sie Einspruch ein und verweisen auf das Verfahren beim BFH. Beantragen Sie zugleich Ruhen des Verfahrens bis zur Entscheidung.

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