Wer betriebliche Daten unerlaubt auf private Datenträger kopiert, darf deshalb fristlos entlassen werden. Denn solches vertragswidrige Kopieren ist dem Diebstahl von Firmeneigentum gleichzusetzen, urteilte das Sächsische Landesarbeitsgericht (Az. 2 Sa 34/99).

Einer Arbeitnehmerin war fristgemäß gekündigt worden. Als sie daraufhin Firmendaten auf eine private Diskette kopierte, wurde sie prompt dabei erwischt. Daraufhin kündigte ihr der Arbeitgeber auch noch fristlos.

Die Landesrichter bestätigten die fristlose Entlassung. Egal sei, ob die kopierten Daten Betriebsgeheimnisse oder Personendaten enthalten hätten. Die Arbeitnehmerin hätte sie nur mit ausdrücklicher Erlaubnis überspielen dürfen. Diese habe jedoch nicht vorgelegen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 477 Nutzer finden das hilfreich.