Finanz­vermittler Die vier größten Allfinanz­vertriebe im Test

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Finanz­vermittler - Die vier größten Allfinanz­vertriebe im Test
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Ist Finanzberatung Glücks­sache oder gibt es einen goldenen Weg? Finanztest hat die vier größten Allfinanz­vertriebe Deutsch­lands getestet und fest­gestellt: Die Beratungs­leistung steht und fällt mit der Qualität des einzelnen Beraters. Da heißt es, gut präpariert zu sein. Mithilfe der Finanztest-Check­liste können sich Anleger auf ihr Gespräch vorbereiten – um so ein möglichst gutes Beratungs­ergebnis zu erzielen.

Inhalt

Ein denk­bar einfacher Testfall

Von Allfinanz spricht man, wenn ein Unternehmen rundum in Finanzdingen berät – von der Kranken­versicherung über die Geld­anlage bis hin zur Baufinanzierung. Für unseren Test wäre das zu umfassend gewesen. Deshalb strickten die Finanztest-Experten einen einfachen Geld­anlagefall, um die Beratung der vier Anbieter DVAG, MLP, OVB und Swiss Life Select zu testen. Jeder Anbieter wurde von fünf geschulten Test­personen in fünf Regionen Deutsch­lands getestet. Die Test­kunden wollten eine Einmals­umme von fall­weise 15 000 Euro, 20 000 Euro oder 25 000 Euro für einen Zeitraum zwischen 15 und 20 Jahren sicher anlegen. Zusätzlich wollten sie über denselben Zeitraum jeden Monat 500 Euro ebenso sicher sparen. Am Ende der Lauf­zeit sollte das gesamte Geld verfügbar sein. Bewertet wurden die Anbieter in drei Kategorien: Erfassung des Kunden­status, Produkt­empfehlungen und Informations­qualität.

Höhe der Kosten für die Produkte blieb oft unklar

Ein Problem stellte Finanztest bei allen Vertrieben fest: Die Kunden hatten in vielen Fällen kaum Chancen zu durch­schauen, was die angebotenen Produkte sie kosten würden. Komplett­ausfälle bei der Beratung kamen aber nur in einzelnen Fällen vor. Einige Beratungen hatten wenig mit den Wünschen der Kunden zu tun. Wer zum Beispiel im Alter komplett über sein angelegtes Geld verfügen will, dem ist mit einer Rürup-Rente nicht gedient. In sechs Fällen wurde sie trotzdem empfohlen. Es gab aber auch sehr gute Beratungen. Welche Produkt­vorschläge die Experten der Stiftung Warentest besonders gelungen fanden, verrät der Test.

Nicht nur der Kunde zählt

Eine gute Finanzberatung besteht aus einer gründlichen Analyse des Kunden­status, passenden Produkt­vorschlägen und klaren Informationen über Lauf­zeit, Risiko und Kosten der Produkte. Dass sich einige Berater mit den Vorgaben so schwertaten und für den Modell­fall keine passenden Produkte anboten, kann mehrere Ursachen haben. Finanztest hat sich die Beteiligungen der Vertriebe an Versicherungs­gesell­schaften, Banken und Fonds­gesell­schaften angesehen und fest­gestellt, dass die Produkte dieser Gesell­schaften in den Testfällen besonders häufig empfohlen wurden.

Ihr Feedback ist gefragt. Sie haben sich schon einmal beraten lassen? Gab es Probleme? Hat der Vermittler ihren finanziellen Hintergrund erfragt? Passten die Vorschläge zu ihren Wünschen? Und wurden Sie ausreichend über die Kosten der Anlagen informiert? Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen und schreiben Sie eine Mail an finanzvermittlung@stiftung-warentest.de. Alle Ihre Angaben werden selbst­verständlich vertraulich behandelt.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

gabi5b am 24.06.2020 um 16:06 Uhr
schliesslich-ist-es-ihr-geld.de

Zu DVAG passt eine aktuelle Betrachtung mit Ananlyse zu einem von DVAG vermittelten Vertrag von Prof. Dr. Walz: https://schliesslich-ist-es-ihr-geld.de/rente-minus-statt-rente-plus-brigittes-ueble-enttaeuschung-mit-der-dvag/

Profilbild Stiftung_Warentest am 21.03.2016 um 10:48 Uhr
Verkaufsvertriebe vermeiden

@RiesterNeinDanke:In diesem Test wurden ausschließlich die vier größten Allfinanzvertriebe anhand eines Modellfalls getestet. Dabei waren einige Produktempfehlungen von Beratern gut andere schlecht. Durch die Bank gut, war keiner. Wir stellen im Artikel die Abhängigkeiten der Allfinanzvertriebe dar, und bieten den Lesern eine Checkliste zur Vorbereitung auf ein Gespräch. In dieser Form vorbereiten sollten sich auch alle, die sich in Geldanlage- und Versicherungsangelegenheiten beraten lassen, egal ob bei den Allfinanzunternehmen oder Banken und Versicherungen. (TK)

RiesterNeinDanke am 19.03.2016 um 04:24 Uhr
Verkaufsvertriebe vermeiden

Der Test ist wohl eher als Werbung für Allfinanz-Berater gedacht. Meine Erfahrungen mit meinem ehemaligen Freund, einem sogenannten "Vermögensberater" bei der dvag, haben mich viel Geld gekostet. Auffällig war auch, dass alle "Vermögensberater" in seinen Büroräumen Quereinsteiger waren. Auffällig war auch, dass er mir wiederholt einen Job bei sich angeboten hat. Man würde auch Schulungen bekommen und wenn man erfolgreich ist (=möglichst viel Vertragsabschlüsse) gäbe es auch tolle Aufstiegsmöglichkeiten und tolle Reisen. Gut, die Reisen habe ich mitbekommen. Da hat er mir stolz seine Bilder präsentiert.
Jetzt werde ich von einem freien Makler beraten, der mir von verschiedenen Versicherern Angebote vorlegt, diese eingehend erklärt und auch klare Kostenaufstellungen vorlegt. Obendrein hat er mir auch noch von dem Abschluss einer Riesterrente abgeraten und dies plausibel erklärt.
Mir kommt auf jeden Fall ein Mitglied einer Kloppertruppe nie mehr ins Haus!

Michi2100 am 08.03.2015 um 19:23 Uhr
Irrglaube - Wer es nicht erlebt hat...

Selbstverständlich ist die DVAG unabhängig. Schließlich ist sie familiengeführt und der Vorstand besteht NICHT aus Mitgliedern von Versicherungsgesellschaften...es wird lediglich mit den Partnergesellschaften zusammengearbeitet. Das wird den Interessenten schon bei der Unternehmenspräsentation mitgeteilt, aber wer es selbst nicht erlebt hat, wird auch weiterhin unsachgemäße Kritik äußern...
Und zum Thema Provision: Was glaubt ihr was der Versicherungsmakler jedes Jahr für seine Abschlüsse bekommt? Das ist nicht wenig und sicherlich nicht weniger als die DVAG... und beim Makler wird nicht gefragt, ob man sich das leisten kann oder nicht.. geschweige denn das irgend eine Finanzanalyse gemacht wird.
Heutzutage verkaufen sogar Steuerberater Versicherungen.. sowas sollte verboten werden.

gregor272 am 01.12.2014 um 16:07 Uhr
gewinnbeteiligung

Meiner Meinung nach sollten die Vermögensberater ausschliesslich eine Gewinnbeteiligung bekommen. Je mehr ihre Kunden einnehmen, und je weniger ihre Kunden ausgeben, umso mehr sollen die VB bekommen. Z, b. 10 % vom Gewinn. Die hohen Provisionen haben doch überhaupt nichts mehr mit dem Gewinn der Kunden zu tun. Wenn ich Geld stehlen möchte, bräuchte ich doch nur ein Bank zu überfallen, und nicht VB zu werden.