Leser profitieren seit 20 Jahren von Tests und Tipps in Finanztest. Zum Geburts­tag antworten Chef­redak­teur Hermann-Josef Tenhagen, Stephan Kühnlenz, Chef der Unter­suchungs­abteilung, und Blatt­macher Heinz Land­wehr auf Leserfragen im Chat.

Finanztest Geburts­tags-Chat

Moderator: Herz­lich will­kommen zum test.de-Expertenchat. Passend zur Vorweihnachts­zeit haben wir heute ein ganz besonderes Thema mit ganz besonderen Gästen: Seit 20 Jahren profitieren Leser von Tests und Tipps in Finanztest. Zum Geburts­tag beant­worten daher Chef­redak­teur Hermann-Josef Tenhagen, Stephan Kühnlenz, Chef der Unter­suchungs­abteilung, und Blatt­macher Heinz Land­wehr Ihre Fragen.

Moderator: Liebe Chatte­rinnen und Chatter, bevor der Chat startet, hier noch Antworten auf häufig an uns gestellte Fragen. Dies ist ein moderierter Chat! Ihre Fragen werden von den Moderatoren an die Finanztest-Experten weitergeleitet. Uns erreicht häufig eine große Zahl von Fragen. Wir können den Finanztest-Experten nicht alle stellen, dafür bitten wir um Verständnis! Wenn Sie mehrere Fragen haben, stellen Sie diese bitte einzeln nach­einander! Ganz wichtig: Präzise Fragen haben eine größere Chance, ausgewählt zu werden. Warum? Weil wir wollen, dass unsere Finanztest-Experten genauso präzise antworten! :-) Wenn Sie nach­haken möchten, nennen Sie bitte auch in einem Stich­wort die Frage oder die Antwort auf die Sie sich beziehen. Und nun viel Spaß beim Chat, der um 13.00 Uhr startet! Stellen Sie jetzt Ihre Fragen, wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

Moderator: So, es ist jetzt 13 Uhr. Hier im Chat begrüße ich jetzt Hermann-Josef Tenhagen, Heinz Land­wehr und Stephan Kühnlenz. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen und die Fragen unserer Chatte­rinnen und Chatter beant­worten. Gleich die erste Frage an unsere Gäste: Wie sieht es aus, wollen wir starten?

Hermann-Josef Tenhagen, Stephan Kühnlenz, Heinz Land­wehr: Gerne!

Moderator: Im Vorfeld des Live-Chats hatten die Userinnen und User bereits die Möglich­keit, Fragen zu stellen und die Fragen anderer zu bewerten. Hier kommt die Frage, die von den test.de-Lese­rinnen und Lesern auf Platz eins gewählt worden ist:

Finanzportale verkaufen Adressen

Stefan: Hallo liebe Experten, es gibt immer mehr Informations- u. Finanz­vergleichs­portale. Wem kann man als Ottonormal­verbraucher eigentlich trauen?

Hermann-Josef Tenhagen: Man kann natürlich der Stiftung Warentest trauen. Das Wichtige ist, diese Finanzportale leben davon, dass sie ihre Dienst­leistungen verkaufen. Sie verkaufen diese normaler­weise aber nicht an die Leser oder Nutzer, sondern sie verkaufen die Adresse, die ein Nutzer eingibt, und bekommen dafür eine Provision. Das ist nicht die Geschäfts­idee im Sinne des Kunden, sondern im Sinne des Verkäufers.

Heinz Land­wehr: Sie sollten vielleicht auch einmal schauen, welche Angebote über­haupt im Vergleich sind. Häufig vergleichen solche Portale nur die Angebote, bei denen sie möglichst viel Provision bekommen.

Pommer: Wie unabhängig sind eigentlich Verbraucherportale im Internet, zum Beispiel VERIVOX und ähnliche?

Stephan Kühnlenz: Wir haben VERIVOX als sehr gut getestet. Die verdienen allerdings an der Vermitt­lung der analysierten Strom­tarife. Über die Höhe der bezahlten Provisionen haben wir keine Detail­informationen.

Die Konkurrenz lebt von Anzeigen

Barnie: Gibt es eigentlich ein Konkurrenz­blatt, von dem Sie sich besonders absetzen wollen, z.B. inhalt­lich?

Heinz Land­wehr: Ja, es gibt unter anderem ein Konkurrenz­blatt mit ähnlichem Namen: Ökotest. Wird von vielen Kunden am Kiosk verwechselt. Aber Ökotest kommt eben nicht von der Stiftung Warentest.

Hermann-Josef Tenhagen: Es lebt auch von Anzeigen und der Verlag gehört zu fast zwei Dritteln der SPD.

Pflege, Rechts­schutz- und Unfall­versicherung auf dem Plan

Marianne: Welche großen Themen sind für 2011 geplant?

Stephan Kühnlenz: Sichere Geld­anlage wird wieder Thema sein.

Heinz Land­wehr: Weitere große Themen: Berufsunfähigkeitsversicherung, Rechtsschutzversicherung. Außerdem wollen wir Kreditkarten testen und den Blick darauf legen, wie gut die Zusatz­versicherungen sind, die mit Kreditkarten verbunden sind, wie Reiseversicherungen. Ebenfalls steht ein Test der Unfallversicherungen an und wir werden wieder jede Menge Tests zu Riesterprodukten haben.

Hermann-Josef Tenhagen: In den vergangenen Wochen haben wir intensiv diskutiert, wie wir mit dem Thema Pflege umgehen wollen. Ein Schwer­punkt soll gesetzt werden beim Thema: Wie sorge ich für meine Eltern vor? Von seniorengerechter Wohnung bis zu der richtigen Pflegetagegeldversicherung.

Moderator: Eine aktuelle Nach­frage:

Hernando: Nach­frage zu „Ökotest“: Warum sehen Sie die SPD-Eigentümerschaft des Verlags als Problem?

Hermann-Josef Tenhagen: Die SPD-Eigentümerschaft ist kein Problem. Es ist nur ein anderer Verlag mit einem anderen Geschäfts­modell.

Invaliditäts­versicherung zahlt auch bei Behin­derung

Moderator: Diese Tests wünschen sich die User für 2011:

Kars­tenKaldun: Ein Test von Kinder-Unfall­versicherungen wäre wieder einmal interes­sant.

Stephan Kühnlenz: Haben wir schon einmal gemacht, findet man auf test.de.

Heinz Land­wehr: Vor allem aber haben wir Kinderinvaliditätsversicherungen getestet. Der Unterschied: Die Invaliditäts­versicherung zahlt auch bei einer Behin­derung aufgrund einer Krankheit und ist deshalb wesentlich sinn­voller.

Hermann-Josef Tenhagen: Behin­derungen aufgrund von Krankheit sind 20-mal so häufig wie die aufgrund von Unfällen.

Luisa2004: Wann werden wieder Rauchmelder getestet? Der letzte Test hierzu ist aus 2002?

Hermann-Josef Tenhagen: Das können Sie unter test@stiftung-warentest.de nach­fragen.

Leser und Fachleute bestimmen Test­kriterien mit

Mojo: Wie nehmen Sie die des Öfteren auftauchende Kritik an Ihren Test­kriterien und Bewertungen auf?

Hermann-Josef Tenhagen: Das ist relativ einfach. Wir haben einen Leser­service, der zu jeder Ausgabe von Finanztest zusammenträgt, was unsere Lese­rinnen und Leser an Anregungen, Kritik und Vorschlägen geschrieben haben. Das fließt in den nächsten Test ein.

Stephan Kühnlenz: Wir besprechen immer die Testdesigns mit Verbraucher­vertretern, unabhängigen Fachleuten und mit Vertretern der jeweiligen Branche: Banker und Versicherungs­fachleuten.

Heinz Land­wehr: Außerdem liegt in einem Teil der Finanztest-Hefte monatlich ein Fragebogen bei, mit dem wir heraus­finden wollen, warum das Heft gekauft wurde und wie gut die einzelnen Themen benotet werden. An dieser Bewertung kann sich übrigens auch jeder per Internet beteiligen, per Klick auf die entsprechende Ausgabe.

DMeister: Wie zufrieden sind Sie mit Ihren eigenen Prognosen und Einschät­zungen. Was waren die Tops und Flops?

Stephan Kühnlenz: Wir machen keine eigenen Prognosen. Wir bewerten nur das, was wir wirk­lich messen und sehen können.

Fußball-Zinsen waren nicht zu empfehlen

Jörgen: Young- oder Oldtimer, Hotel-Ressorts oder Fußball­aktien – was waren die originellsten Anlage­möglich­keiten, die Sie in den letzten 20 Jahren untersucht haben?

Hermann-Josef Tenhagen: Die originellsten waren sicher Zins­versprechen von Banken im Rahmen der Fußball-WM 2006. Pro Tor der Deutschen Mann­schaft sollte der Zins steigen. Unglück­licher­weise waren etliche von den Angeboten aber nicht wirk­lich zu empfehlen.

Heinz Land­wehr: Ein weiteres Beispiel war das DAX-Sparbuch der Postbank. Je nachdem, wie gut der Aktienmarkt laufen würde, sollte sich der Zins verändern. Wir haben ausgerechnet, dass auch bei einem dramatischen Aktienboom der Zins auf bescheidenem Spar­buch-Niveau bleiben würde.

Axs: Es wäre sinn­voll, online detailliertere Test­ergeb­nisse anzu­zeigen. Mir fehlt es manchmal an Trans­parenz bei einzelnen Benotungen.

Heinz Land­wehr: Also ein Tipp ist ein Blick in unsere Rubrik „Ausgewählt, geprüft, bewertet“. Hier beschreiben wir ausführ­lich, wie wir bei dem Test vorgegangen sind. Anderer­seits müssen wir auch bei Tabellen im Internet darauf achten, dass sie über­sicht­lich bleiben.

JST: Warum gab es dieses Jahr kein Finanztest Spezial Geld­anlage mit Investmentfonds?

Hermann-Josef Tenhagen: Das mit den Fonds hat so seine Probleme.

Heinz Land­wehr: Wir haben fest­gestellt, dass die Nach­frage nach den Tabellen in dieser gebündelten Form deutlich abge­nommen hat. Deshalb veröffent­lichen wir Informationen über Fonds verstärkt im Internet. Dort gibt es die Daten monatlich aktuell.

Filter für komplexe Tabellen kommen öfter

Axs: Bei der Kfz-Versicherung kann man nach diversen Kriterien filtern. Das finde ich sehr gut und wünsche mir das für andere Versicherungs­tests.

Heinz Land­wehr: Das ist ein Fort­schritt aus unserer Sicht. Bei Tabellen mit komplexen Daten werden wir das in Zukunft häufiger anbieten.

Mitelhesse: Barrierefreiheit: Was haben Sie geplant, um Finanztest behindertenfreundlicher zu machen, also z.B. mehr Audiodateien?

Hermann-Josef Tenhagen: Bei der Stiftung wird sehr viel Wert darauf gelegt, im Internet die Inhalte möglichst weit­gehend barrierefrei zu gestalten.

Engelchen: Was hat sich bei Ihnen in den letzten 20 Jahren tech­nisch und inhalt­lich geändert?

Heinz Land­wehr: Tech­nisch hat sich natürlich sehr viel verändert. Wir haben unsere ersten Ausgaben im Kleb­eumbruch hergestellt, das heißt, Grafiker haben Informationen von Texten und Tabellen mühsam zusammen­geklebt. Jetzt haben wir ein über­greifendes Redak­tions­system, in dem Grafiker layouten, Redak­teure schreiben und Wissenschaftler ihre Daten ablegen und pflegen. Und eine riesige Veränderung ist natürlich das Internet: Unsere Tests sind seit 1998 online abruf­bar.

Hermann-Josef Tenhagen: Heinz Land­wehr war von Anfang an dabei, der weiß es am besten.

Stephan Kühnlenz: Im Bereich „Unter­suchungen“ greifen wir heute viel mehr auf Daten­banken zu. Allerdings müssen wir immer noch viele Daten verdeckt erheben, wenn die Anbieter ihre Mitarbeit verweigern. Die Anzahl der Tarife hat dramatisch zugenommen: Bei Unfallversicherungen gibt es mehrere Tausend Tarife, Fonds analysieren wir über 6 000.

Neues Buch: Grüne Geld­anlage

Moderator: Zwischen­durch ein Lob von unseren Usern:

MaxMustermann: Ich habe mit großem Interesse das Heft zur grünen Geld­anlagen gelesen. Bitte berichten Sie weiter über das Thema.

Hermann-Josef Tenhagen: Wir haben gerade ein Buch zu grünen Geldanlagen veröffent­licht. In der aktuellen Ausgabe haben wir eine Unter­suchung zu Investitionen von Riester-Geldern in Streubombenhersteller.

Knut: Haben Sie ihre Arbeits­weise nach der Finanz­krise und dem Vertrauens­verlust in die Märkte irgendwie verändert?

Stephan Kühnlenz: Es hat ein Themen­wechsel statt­gefunden: Es kommen viel mehr Nach­fragen nach sicheren Geld­anlagen.

Hermann-Josef Tenhagen: Außerdem haben wir die Anlageberatung der Banken kritisch unter die Lupe genommen – mit unerfreulichen Ergeb­nissen.

Heinz Land­wehr: Generell denke ich, dass es nicht ausreicht, nur Produkte zu vergleichen, sondern wir informieren auch stärker darüber, in welcher Lebens­situation welche Anlagen sinn­voll sind und was man auf keinen Fall tun sollte.

Rund 50 Mitarbeiter hat Finanztest

Moderator: Eine aktuelle Nach­frage:

ESchmack: Wenn die zu verarbeitenden Daten so zugenommen haben: Wie hat sich die Zahl der Mitarbeite­rinnen und Mitarbeiter verändert?

Stephan Kühnlenz: Die wissenschaftliche Abteilung hat über 20 Mitarbeiter. Die tech­nische Ausstattung hat sich extrem verbessert, die Anzahl der Mitarbeiter hat sich nur leicht erhöht.

Heinz Land­wehr: Zum Hintergrund muss man wissen, dass es bei uns auf der einen Seite eine wissenschaftliche Abteilung gibt, die die Unter­suchungen durch­führt und dass es eine Redak­tion gibt, die die Ergeb­nisse veröffent­licht. Wir haben zur Zeit 16 Redak­teure und fünf Grafiker. Mit Redak­tions­assistenz und Verifikation sind wir insgesamt 25. Verifikation bedeutet, dass zwei Mitarbeiter alle Zahlen, Fakten und Zitate vor der Veröffent­lichung noch einmal über­prüfen.

Banken und Versicherungen reagieren friedlicher

Jörgen: Welche Reaktionen erhalten Sie von den getesteten Institutionen?

Hermann-Josef Tenhagen: Eigentlich ist es so, dass die großen Banken und Versicherungen inzwischen relativ „friedlich“ auf unsere Veröffent­lichungen reagieren. Das war nicht immer so!
Nach wie vor haben wir viele juristische Auseinander­setzungen mit Anbietern des Grauen Kapitalmarkts: Dort werden geschlossene Fonds und andere risikoreiche Anlagen an Menschen verkauft, die sich dieses Risiko nicht leisten können und sollten.

Strstm: Herz­lichen Glück­wunsch zum Jubiläum. Neugierig gefragt: Wie setzt sich die Finanzierung von Finanztest zusammen?

Hermann-Josef Tenhagen: Die Stiftung Warentest hat einen Jahres­etat von 50 Mio. Euro. Davon stammen gut 40 Mio. aus Verkaufs­erlösen der Zeit­schriften Test und Finanztest, aus Buch­verkäufen und Verkäufen im Internet. 5 bis 6 Mio. Bundes­zuschuss bekommen wir, weil die Stiftung zu Beginn von der Stifterin kein Stiftungs­kapital erhalten hat und wir trotzdem auch künftig auf Werbung in unseren Publikationen verzichten. Ein biss­chen Stiftungs­kapital haben wir auch, das inzwischen Erträge abwirft.

Stiftung Warentest noch nie auf Schaden­ersatz verurteilt

Mira: Sind Sie denn schon mal wegen eines Tests verklagt worden?

Hermann-Josef Tenhagen: Wir werden häufiger wegen Tests verklagt. Bislang ist die Stiftung Warentest in ihrer 45-jährigen Geschichte aber noch nie erfolg­reich zu Schaden­ersatz verurteilt worden.

Moderator: Viele Userinnen und User möchten die Gelegenheit heute nutzen, Sie auch noch ein wenig nach Ihrer Expertise zu fragen.

Biggy: Wenn die Eurobonds kommen – Kauf­tipp?

Hermann-Josef Tenhagen: Wir haben vorhin bereits gesagt, dass wir keine Prognosen abgeben, sondern erst messen und dann bewerten. Deswegen gibt es heute auch keine Empfehlung für oder gegen Eurobonds.

Stephan Kühnlenz: Wenn sie denn kommen, werden wir uns die Rendite anschauen und versuchen, die Risiken abzu­schätzen.

Fredo: Apro­pos Fußball­aktien: Wie schätzen Sie das Modell für Anleger generell ein, also unabhängig vom aktuellen Höhen­flug des BVB?

Hermann-Josef Tenhagen: Wir empfehlen ja immer, beim Aktien-Investment nicht einzelne Aktien zu kaufen, sondern eine vernünftige Mischung im Depot zu haben, das gilt auch für Fußball-Aktien. Mischung bedeutet hier nicht, verschiedene Fußball­clubs, sondern verschiedene Branchen.

Versicherungen für junge Familien

Free­bird: Welche Versicherungen sollte eine junge Familie unbe­dingt haben?

Heinz Land­wehr: Eine junge Familie sollte in jedem Fall eine Risikolebensversicherung haben. Sie zahlt, wenn der Versicherte stirbt. Dann ist zumindest das finanzielle Risiko abge­sichert. Außerdem ist eine Haftpflichtversicherung notwendig. Pflicht sind eine Kranken­versicherung und ggf. eine Kfz-Versicherung.

Hermann-Josef Tenhagen: Wenn das Geld reicht, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Berufs­tätige zu empfehlen.

Fernfahrer23: Nach­frage zu den Versicherungen für junge Familien: Welche Versicherungen braucht man eher nicht?

Heinz Land­wehr: Eine Hausratversicherung ist jedenfalls kein Muss. Sie wäre höchs­tens sinn­voll, wenn jemand eine teure Wohnungs­einrichtung hat und die Versicherung bezahlen kann. Ebenfalls nicht erste Wahl ist die Unfall­versicherung. Sie zahlt nur bei einer Invalidität infolge eines Unfalls. Deshalb ist hier eine Berufsunfähigkeitsversicherung besser, bei der auch die Folgen von Krankheiten abge­sichert sind.

Hermann-Josef Tenhagen: Eigentlich sollte man bei einer Versicherung immer über­legen, welche Risiken die eigene Existenz bedrohen und zunächst die absichern, dann fällt eine Glasbruch­versicherung auto­matisch durch den Rost.

Finanztest gibt es in 20 Jahren noch

Moderator: Zum Schluss des Chats werden unsere Experten doch noch nach zwei sehr konkreten Prognosen gefragt:

Knopfi: Wird Ihr Heft 2011 teurer?

Hermann-Josef Tenhagen: Da müssen wir nicht mal prognostizieren: Nein!

CRA: Wie sieht Finanztest in 20 Jahren aus, gibt’s die Infos dann nur noch online?

Hermann-Josef Tenhagen: Da würde ich mich sogar zu einer Prognose hinreißen lassen. Ich glaube, dass es auch in 20 Jahren Finanztest noch geben wird, weil Zeit­schriften ihren Nutzern ein anderes Angebot machen als das Internet. Im Internet bekomme ich die Informationen, die ich suche, schnell und gezielt. Finanztest präsentiert Ihnen die Informationen, die unsere Wissenschaftler und Redak­teure für wirk­lich wichtig für Sie halten – auch wenn Sie vorher von diesen Fragen noch gar nichts gewusst haben.

„Wir hören auf die Leser“

Moderator: Zum Abschluss vielleicht noch eine kleine Anekdote:

D3674: Welche Leser­briefe haben Sie zum Schmunzeln gebracht?

Hermann-Josef Tenhagen: Bei unserem letzten Relaunch gab es zwei wesentliche Kritiken der Lese­rinnen und Leser. Die erste: Der Chef­redak­teur möge sich neu frisieren! Die zweite: Unsere letzte Seite mit Cartoons sei – anders als wir gedacht hatten – keinesfalls verzicht­bar. Wir haben auf unsere Leser gehört!

Moderator: So, die Chat-Zeit ist auch schon fast um: Wollen Sie noch ein kurzes Schluss­wort an die User richten?

Heinz Land­wehr: Vielen Dank für die interes­santen Fragen. Ich möchte noch einmal alle Userinnen und User auffordern, uns auch weiterhin Anregungen und Fragen zu senden, am besten direkt über unsere Kommentar­funk­tion im Internet unter test.de oder an die E-Mail-Adresse: aufgaben@stiftung-warentest.de.

Stephan Kühnlenz: Dem möchte ich mich anschließen, vielen Dank auch von meiner Seite.

Hermann-Josef Tenhagen: Wenn Sie noch eine inhalt­liche Frage schnell loswerden möchten, schi­cken Sie diese an unseren Leser­service unter finanztest@stiftung-warentest.de. Vielen Dank!

Moderator: Das waren 60 Minuten test.de-Expertenchat. Vielen Dank an die User für die vielen Fragen – die wir aus Zeitgründen leider nicht alle beant­worten konnten. Vielen Dank auch an Hermann-Josef Tenhagen, Heinz Land­wehr und Stephan Kühnlenz, dass Sie sich die Zeit für die User genommen haben. Das Tran­skript dieses Chats können Sie in Kürze auf test.de nach­lesen. Das Chat-Team wünscht allen noch eine besinn­liche Advents­zeit, ein schönes Weihnachts­fest und einen guten Rutsch ins Jahr 2011.

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