Finanz­plan für die Rente So bereiten Sie sich optimal auf den Ruhe­stand vor

Finanz­plan für die Rente - So bereiten Sie sich optimal auf den Ruhe­stand vor
Recht­zeitig vorsorgen, böse Über­raschungen vermeiden. © Christian Sommer / Die Kleinert

Der Renten­eintritt ist ein einschneidender Moment im Leben. Plötzlich stellen sich auch viele Fragen rund um die persönlichen Finanzen. Wie bin ich jetzt versichert? Wie nutze ich mein Vermögen optimal? Was passiert, wenn ich pflegebedürftig werde? Und was kommt Netto von meinen Renten auf meinem Konto an? Wer gut vorbereitet ist, vermeidet unangenehme Über­raschungen. Die Stiftung Warentest zeigt anhand von drei Musterfällen, wie Rentner ihre Finanzen regeln können.

Inhalt

Gesetzliche Rente, Betriebs­rente, private Rente ...

Nach einem langen Arbeits­leben ist der Renten­eintritt für viele Menschen ein sehr schöner Moment: Endlich kann man sich selbst­bestimmt verstärkt den Dingen widmen, die einem Spaß machen. Der Finanz­kram gehört meist nicht dazu. Aber ein paar wichtige Entscheidungen müssen Menschen rund um den Ruhe­stand auch hier treffen. So vermeiden Neu-Rentner Fehl­planungen. So mancher hat sich schon verwundert die Augen gerieben, was von den hübschen Bruttorenten alles abge­zogen wird. Steuern und Sozial­abgaben sind daher ein wichtiger Punkt, wenn es um die Planung der Renten­finanzen geht.

... alles unterliegt unterschiedlichen Abgabe­regeln

Das verwirrende deutsche Abgaben­system hilft nicht unbe­dingt dabei. Gesetzliche Rente, Betriebs­rente, private Rente – alles unterliegt unterschiedlichen Abgabe­regeln. Damit Sparer ein Gefühl dafür bekommen können, welche Abgaben in etwa welcher Höhe fällig werden, haben wir drei Musterfälle entwickelt, an denen sich Rentenplaner orientieren können: ein gut verdienendes Paar, zwei Durch­schnitts­verdiener und ein allein­stehender Gering­verdiener, der Anspruch auf Grund­sicherung hat.

Das bietet unser Finanz­check Rente

Konkrete Beispiele.
Anhand von drei Modell­fällen – einem gut verdienenden Paar, einem Durch­schnitts­paar und einem Gering­verdiener – zeigen wir, welche Entscheidungen zu treffen sind und wie Sie Ihren Ruhe­stand finanziell absichern. Brutto-Netto-Rechnungen veranschaulichen, welche Steuern und Sozial­abgaben anfallen.
Vermögens- und Versicherungs-Check.
Wir erklären, wie Anleger im besten Alter ihr Depot am besten strukturieren, welche Entnahme­pläne für sie am güns­tigsten sind und wie sie ihr Depot im Ruhe­stand nutzen können. Wir zeigen, dass auch Gering­verdiener finanzielle Gestaltungs­möglich­keiten haben. Und wir sagen, welche Versicherungen für eine gute Absicherung essenziell sind und welche guten ergänzenden Schutz bieten.
Heft­artikel.
Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Artikel aus Finanztest 12/2019.

Versicherungs­bedarf ändert sich

Viele Versicherungen fallen weg, wenn man das Renten­alter erreicht hat. Wer nicht mehr arbeitet, muss sich nicht vor Berufs­unfähigkeit schützen. Auch Alters­vorsorgever­träge werden über­flüssig. Dafür steigen bei vielen die Kosten für Kfz-Versicherung oder Auslands­reisekranken­schutz. Viele wollen im Alter noch eine Pflege­zusatz­versicherung abschließen, die eine etwaige Pflegesituation komfort­abler gestalten würde. Hat man die 60 erst einmal erreicht, ist es dafür aber leider meist zu spät. Die gesetzliche Pflege­versicherung reicht nicht für die Kosten einer Unterbringung im Pfle­geheim. Gerade Leute mit einer geringen Rente kommen dann in finanzielle Schwierig­keiten. Das sollten Rentner berück­sichtigen, wenn sie darüber nach­denken, wie sie ihr eventuell vorhandenes Vermögen im Alter nutzen wollen.

Auch Gering­verdiener können etwas für die Rente tun

Wer im Alter zu wenig Geld zum Leben hat, kann Sozial­hilfe beantragen. Aus Scham oder Unwissenheit melden jedoch viele ihren Bedarf nicht an. Viele haben zudem die berechtigte Sorge, zunächst ihr (kleines) Vermögen aufbrauchen zu müssen, bevor sie Unterstüt­zung vom Amt bekommen. Nach einer Gesetzes­änderung dürfen Bezieher der Grund­sicherung im Alter nun aber zumindest einen Teil ihrer Alters­vorsorge behalten, ohne dass dieser auf die Grund­sicherung ange­rechnet wird. Wer für sein Alter vorgesorgt hat, soll mehr bekommen als jemand, der das nicht gemacht oder nicht geschafft hat. Das bietet Gestaltungs­möglich­keiten: Nutzen Gering­verdiener ihr Erspartes, um es vor dem Renten­beginn in eine monatliche Rente umzu­wandeln, erhöhen sie damit ihre knappen Bezüge im Alter deutlich. Wir zeigen, wie es geht.

Dieses Special wird regel­mäßig aktualisiert, die letzte voll­ständige Über­arbeitung erfolgte am 12. November 2019. Ältere Nutzer­kommentare beziehen sich daher auf einen früheren Stand.

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rosagrandi am 04.06.2021 um 12:26 Uhr
test versteht meine frage nicht - wer kann helfen

renteneintrittsmöglichkeiten werden in den vielen artikeln ausnahmslos für gut - mittel- und schlechtverdiener dargestellt. was immer fehlt, aber auf ein millionenpublikum zutrifft, ist,:mit welcher rente man rechnen darf, wenn man mit rente unter der grundsicherung abgespeist wird. nach 35 oder mehr jahren einzahlung in die rentenversicherung. es fehlt das rechenbeispiel, wie man fährt, mit 63 jahren und rente unter grundrente einzutreten, oder mit 67 jahren unter grundrente in die rente einzutreten. ob es egal wäre, da die rente immer bis zur grundsicherung aufgestockt wird, oder ob man vorteile hat, wenn man sich bis 67 für fast nichts krumm arbeitet. kann mir ein leser antwort geben? und wie und wo kann ich die antwort lesen ?
freundliche grüße

Profilbild Stiftung_Warentest am 11.12.2019 um 10:32 Uhr
Bin 64 möchte in gesetzl. Rente einzahlen

@Haarmeyer: Es gibt kein generelles Recht für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, durch freiwillige Beitragseinzahlungen die Renten zu erhöhen.
Wer vorzeitig in Rente geht, darf aber die damit verbundenen Abschläge durch freiwillige Einzahlungen ausgleichen.
Wer abschlagfrei vorzeitig in Rente geht, darf bis zum Erreichen der Altersrente sich freiwillig in der Rentenversicherung versichern und auf diesem Weg zusätzliche Entgeltpunkte sammeln: www.ihre-vorsorge.de/magazin/lesen/neu-seit-2017-fruehrentner-koennen-freiwillige-beitraege-zahlen.html * (PH)

K_n_e_c_h_t am 10.12.2019 um 21:01 Uhr
Immer mehr Pensionskassen kürzen ihre Leistungen

Lustig,lustig , tralalalala und ewig schweigen die Lämmer. Ora et labora et noli contristari.

K_n_e_c_h_t am 10.12.2019 um 20:57 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

Haarmeyer am 10.12.2019 um 16:02 Uhr
Bin 64 möchte in gesetzl. Rente einzahlen

Ich bin 64 Jahre und möchte bis ich in Rente gehe noch in meine gesetzliche Rente einzahlen. Wieviel darf man einzahlen ?
Habe bei der Rentenversicherung für eine Rentenberatung gebeten und auch nachgefragt, ob man zusätzliche Zahlungen zur Rentenaufbesserung machen kann.
Man sagte mir, dass dieses nicht möglich wäre. So wie ich bei Ihnen gelesen habe, ist dieses doch möglich.
M. Haarmeyer