Recht­zeitig vorsorgen, böse Über­raschungen vermeiden.

Der Renten­eintritt ist ein einschneidender Moment im Leben. Plötzlich stellen sich auch viele Fragen rund um die persönlichen Finanzen. Wie bin ich jetzt versichert? Wie nutze ich mein Vermögen optimal? Was passiert, wenn ich pflegebedürftig werde? Und was kommt Netto von meinen Renten auf meinem Konto an? Wer gut vorbereitet ist, vermeidet unangenehme Über­raschungen. Die Stiftung Warentest zeigt anhand von drei Musterfällen, wie Rentner ihre Finanzen regeln können.

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SpecialFinanz­plan für die Rente12.11.2019
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Gesetzliche Rente, Betriebs­rente, private Rente ...

Nach einem langen Arbeits­leben ist der Renten­eintritt für viele Menschen ein sehr schöner Moment: Endlich kann man sich selbst­bestimmt verstärkt den Dingen widmen, die einem Spaß machen. Der Finanz­kram gehört meist nicht dazu. Aber ein paar wichtige Entscheidungen müssen Menschen rund um den Ruhe­stand auch hier treffen. So vermeiden Neu-Rentner Fehl­planungen. So mancher hat sich schon verwundert die Augen gerieben, was von den hübschen Bruttorenten alles abge­zogen wird. Steuern und Sozial­abgaben sind daher ein wichtiger Punkt, wenn es um die Planung der Renten­finanzen geht.

... alles unterliegt unterschiedlichen Abgabe­regeln

Das verwirrende deutsche Abgaben­system hilft nicht unbe­dingt dabei. Gesetzliche Rente, Betriebs­rente, private Rente – alles unterliegt unterschiedlichen Abgabe­regeln. Damit Sparer ein Gefühl dafür bekommen können, welche Abgaben in etwa welcher Höhe fällig werden, haben wir drei Musterfälle entwickelt, an denen sich Rentenplaner orientieren können: ein gut verdienendes Paar, zwei Durch­schnitts­verdiener und ein allein­stehender Gering­verdiener, der Anspruch auf Grund­sicherung hat.

Das bietet unser Finanz­check Rente

Konkrete Beispiele. Anhand von drei Modell­fällen – einem gut verdienenden Paar, einem Durch­schnitts­paar und einem Gering­verdiener – zeigen wir, welche Entscheidungen zu treffen sind und wie Sie Ihren Ruhe­stand finanziell absichern. Brutto-Netto-Rechnungen veranschaulichen, welche Steuern und Sozial­abgaben anfallen.

Vermögens- und Versicherungs-Check. Wir erklären, wie Anleger im besten Alter ihr Depot am besten strukturieren, welche Entnahme­pläne für sie am güns­tigsten sind und wie sie ihr Depot im Ruhe­stand nutzen können. Wir zeigen, dass auch Gering­verdiener finanzielle Gestaltungs­möglich­keiten haben. Und wir sagen, welche Versicherungen für eine gute Absicherung essenziell sind und welche guten ergänzenden Schutz bieten.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Artikel aus Finanztest 12/2019.

Versicherungs­bedarf ändert sich

Viele Versicherungen fallen weg, wenn man das Renten­alter erreicht hat. Wer nicht mehr arbeitet, muss sich nicht vor Berufs­unfähigkeit schützen. Auch Alters­vorsorgever­träge werden über­flüssig. Dafür steigen bei vielen die Kosten für Kfz-Versicherung oder Auslands­reisekranken­schutz. Viele wollen im Alter noch eine Pflege­zusatz­versicherung abschließen, die eine etwaige Pflegesituation komfort­abler gestalten würde. Hat man die 60 erst einmal erreicht, ist es dafür aber leider meist zu spät. Die gesetzliche Pflege­versicherung reicht nicht für die Kosten einer Unterbringung im Pfle­geheim. Gerade Leute mit einer geringen Rente kommen dann in finanzielle Schwierig­keiten. Das sollten Rentner berück­sichtigen, wenn sie darüber nach­denken, wie sie ihr eventuell vorhandenes Vermögen im Alter nutzen wollen.

Auch Gering­verdiener können etwas für die Rente tun

Wer im Alter zu wenig Geld zum Leben hat, kann Sozial­hilfe beantragen. Aus Scham oder Unwissenheit melden jedoch viele ihren Bedarf nicht an. Viele haben zudem die berechtigte Sorge, zunächst ihr (kleines) Vermögen aufbrauchen zu müssen, bevor sie Unterstüt­zung vom Amt bekommen. Nach einer Gesetzes­änderung dürfen Bezieher der Grund­sicherung im Alter nun aber zumindest einen Teil ihrer Alters­vorsorge behalten, ohne dass dieser auf die Grund­sicherung ange­rechnet wird. Wer für sein Alter vorgesorgt hat, soll mehr bekommen als jemand, der das nicht gemacht oder nicht geschafft hat. Das bietet Gestaltungs­möglich­keiten: Nutzen Gering­verdiener ihr Erspartes, um es vor dem Renten­beginn in eine monatliche Rente umzu­wandeln, erhöhen sie damit ihre knappen Bezüge im Alter deutlich. Wir zeigen, wie es geht.

Dieses Special wird regel­mäßig aktualisiert, die letzte voll­ständige Über­arbeitung erfolgte am 12. November 2019. Ältere Nutzer­kommentare beziehen sich daher auf einen früheren Stand.

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