Das Vierte Finanzmarktförderungsgesetz soll Anleger besser schützen und Kapitalmärkte transparenter machen. Schon im kommenden Sommer soll es in Kraft treten. Einige Punkte haben unmittelbare Folgen für Verbraucher:

Transparenz: Vorstände und deren Familienangehörige, die Aktien des eigenen Unternehmens kaufen oder verkaufen, dürfen dies nicht mehr heimlich tun. Halteperioden für Vorstände und Altaktionäre, so genannte Lock-up-Fristen, müssen künftig im Verkaufsprospekt verbindlich angegeben werden.

Schadenersatz: Börsennotierte Unternehmen sollen künftig finanziell haften, wenn sie "kurserhebliche Tatsachen" verheimlichen, falsch darstellen oder zu spät in so genannten Ad-hoc-Meldungen veröffentlichen. Geschädigte Aktionäre können auf einen ­ allerdings begrenzten ­ Schadenersatz hoffen.

Onlinebanking: Die E-Money-Richtlinie der Europäischen Union wird in deutsches Recht umgesetzt. Dadurch soll Onlinebanking sicherer werden.

Geldwäsche: Im Kampf gegen die Geldwäsche soll die Beweislast umgekehrt werden. Im Zweifelsfall müssen dann Investoren die legale Herkunft größerer Summen nachweisen.

Das Vierte Finanzmarktförderungsgesetz findet man unter: www.bundesfinanzministerium.de

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